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Kaufberatung für Snowboard Boots

Snowboard Boots: der wichtigste Teil des Equipments

1. Die richtige Bootgröße

Das oberste Kriterium beim Kauf deiner neuen Boots ist die richtige Größe. Deine Mondopoint-Größe – die Länge deines Fußes – ist dabei eine gute Orientierung. Mit durchgestreckten Beinen darfst du die Spitze des Boots mit den Zehen leicht berühren. Wenn du in die Knie gehst, sollte das nicht der Fall sein. Achte dabei darauf, dass die Ferse fest sitzt und sich nicht nach oben bewegt. Die meisten Boots verschiedener Marken sind unterschiedlich lang, darum behalte im Hinterkopf, dass deine Bindung auch zum Schuh passen muss. Einige Brands nutzen auch Halbgrößen für ihre Innenschuhe. Mit diesem Hinweis kannst du wichtige Millimeter im Zehen- und Fersenbereich einsparen, wenn du für große Füße kein Wide-Board nehmen willst.

Finde für dich die richtige Bootgröße
Finde für dich die richtige Bootgröße - hier: thirtytwo Boots

2. Der Flex: die Härte deiner Schuhe

Snowboardboots gibt es sowohl als Hard- als auch Softboots. Für Freestyle sowie Freeride verwendest du Softboots. Verschiedene Härtegrade bedienen Freestyler – die auf weiche Boots abfahren – als auch Freerider – die härtere Boots für mehr Halt brauchen. Hardboots sind für den Bereich Race und Carving bestimmt, weil sie die Bewegung sehr stark einschränken, damit du auch bei hohem Tempo Druck auf die Kante bringst.

Terrain Flex-Kategorie
Flex-Zahl
Park und Freestyle Soft  1 - 5
All-Mountain Medium 4 - 7
Freeride und Backcountry Medium - Stiff 6 - 10

Mathias Weissenbacher

Teamfahrer bei Blue Tomato
„Bei Boots wähle ich gerne den Mittelweg, sprich einen Flex von 5 bis 6. Nicht zu hart und nicht zu weich - bei zu harten Boots hab ich zu wenig Gefühl im Park und auf Rails, bei zu weichen Snowboardschuhen fehlt mir der Halt und das Feedback, um beim Take-Off Druck aufzubauen.“

3. Schnürung: verschiedene Systeme für jeden Geschmack

Die Schnürung deines Snowboardboots ist maßgeblich für den Halt. In der Regel werden drei Schnürsysteme unterschieden:

  • Klassische Schnürung
  • Schnellschnürsysteme
  • Boa
Jetzt stellt sich also nur noch die Frage was das perfekte System für dich darstellt. Wir klären dich auf!

Schnürung eines Rome Snowboardboots mit BOA-System
Schnüre deinen Snowboardboot für besten Halt an der Ferse und dem gesamten Fuß (hier: BOA-System)

3.1 Die klassische Schnürung: Schuhbänder

Der Klassiker unter den Schnürsystemen ist noch immer der Spitzenreiter für viele Rider. Mit keinem anderen System kannst du den Druck so präzise anpassen wie mit dieser Oldschool-Variante. Die Schnürsenkel haben einen festen Kern, der verhindert, dass die gebundene Masche aufgeht. Der weiche Mantel gibt dir den nötigen Finger-Grip, um deine Schnürsenkel fest zu schnüren.Im Laufe des Tages kommst du bei sehr hartem Riding um eine Nachjustierung wahrscheinlich nicht herum.

3.2 Schnellschnürsysteme: die praktische Lösung ohne Schleifenbinden

Die Schnellschnürsysteme – Speedlacing – haben sich über die letzten Jahre fix in den Sport integriert. Mittlerweile gibt es eine nahezu unüberschaubare Vielfalt von „Twin Lacing“ bis hin zu „Speed Zone“. Das Prinzip ist bei allen ähnlich: je nach Preisklasse kommt entweder ein System für den ganzen Schuh, zwei getrennte Speed-Lacing-Systeme für den oberen und unteren Teil oder sogar ein dreigeteiltes System mit zusätzlicher Schnellschnürung für den Fersenhalt zum Einsatz. Hierbei werden jeweils die Schnürsenkel durch Plastik- oder Metallvorrichtungen geführt, auf die gewünschte Festigkeit angezogen und in der Vorrichtung „eingeklemmt“. Das ganze dauert wenige Sekunden. Je mehr Zonen das System hat, desto genauer kannst du den Boot auf deinen Fuß und deine Vorlieben anpassen.

3.3 BOA: die Besonderheit unter den Schnellschnürern

Eigentlich handelt es sich bei BOA auch um ein Schnellschnürsystem. Einziger Unterschied ist, dass es mit Drähten und Rädchen funktioniert. Auch beim BOA-System gibt es je nach Preisklasse ein, zwei oder sogar drei Einstellrädchen für die verschiedenen Bereiche des Boots und manchmal auch noch für den Innenschuh. Durch das Drehen am Rad schnürt sich der Boot gleichmäßig zusammen, per Knopfdruck löst sich das Drahtseil wieder. So bekommst du festen Halt, ohne die Schnürsenkel am Ende einklemmen zu müssen. Dieses System kannst du auch ganz einfach mit Handschuhen bedienen. Wenn es um den Halt geht, ist BOA die erste Wahl. Es ist zwar nicht das schnellste System beim Festziehen, dafür Nummer eins beim Lockern – ein Knopfdruck und die Drahtseile sind gelockert.

Schnellschnürsysteme bei einem Burton Schuh
Schnellschnürsysteme bei einem Burton Schuh

4. Innenschuh: der Liner für ein Maximum an Komfort

Der Innenschuh ist ein wichtiger Bestandteil deines Snowboardboots und im Lieferumfang enthalten. Er erhöht den Komfort in der doch recht harten Außenschale. Viele Modelle haben sogar einen Thermoliner, der sich durch hohe Temperaturen exakt an deinen Fuß anpassen lässt. Wenn du also anfällig für Druckstellen bist oder dir bestimmte Stellen an den Füßen Probleme bereiten, kannst du das mit dieser Anpassung verhindern. Diese kannst du in vielen Blue Tomato Shops durchführen lassen, bei manchen geht es sogar daheim im Backofen. Speziell für den Park gibt es Innenschuhe mit eingearbeiteter Dämpfung, die dich bei harten Landungen abfedern. Dieses Feature ist allerdings eher verbreitet beim Außenschuh oder der Sohle des Boots.

5. Dämpfung der Sohle: der Schutz vor Schlägen beim Boarden

Damit du auch harte Landungen ohne Fersenprellung überstehst, sind die Boots gedämpft. Im Wesentlichen lassen sich vier Arten der Dämpfung unterscheiden:

  • EVA – ein besonders leichter und flexibler Kunststoff, der häufig zur Dämpfung verwendet wird; verformt sich aber bei zu großer Kälte und verliert dadurch an Qualität.
  • PU ist ein fester und langlebiger Kunststoff, der seine Eigenschaften selbst bei eisigen Temperaturen nicht verliert, aber dafür auch mehr kostet als EVA.
  • Luftkissen in der Sohle federn Krafteinwirkungen ab. Das funktioniert besonders gut im Fersen- und Vorderfuß-Bereich, aber weniger bei frostigen Temperaturen.
  • Gelkissen sind meistens rund um die Ferse eingearbeitet und funktionieren ähnlich wie die Kissen aus Luft, sind aber weniger temperaturabhängig.

6. Technologien von Softboots

Bei der Shrinkage™ Technologie reduziert Burton die Gesamtlänge des Snowboardboots um eine ganze Größe. Das bedeutet, wenn du einen Schuh mit Schuhgröße 11 hast, passt dieser auch wie 11, aber die Länge des Boots entspricht der Länge einer „klassischen“ Größe 10. Dadurch kannst du dir trotz großer Füße in den meisten Fällen ein Wide-Board ersparen. Burton hat auch spezielle Sohlen mit dem Namen Vibram® Ecostep™ Plus am Start. Sie bestechen mit hohem Grip und Komfort, dazu sind sie zu 50% aus recycelten Materialien gefertigt. Durch das B3 Gel im Zehen- und Fersenbereich hast du zusätzliche Dämpfung. Gegen schlechten Geruch gibt es auch eine spezielle Beschichtung mit dem Namen Aegis™, die Bakterien keine Chance lässt. Deine Mitfahrer/Mitbewohner werden es dir danken.

Aus dem Hause K2 kommt das Boa® Conda. Mit dem Schnürsystem justierst du deinen Innenschuh, ohne den Außenschuh öffnen zu müssen. Gegen Vibrationen bietet K2 bei einigen Modellen das hauseigene Harshmellow™ Dämpfungssystem. Durch Endo Construction bleibt der Flex deines Boots immer gleich und verhindert dadurch, dass deine Füße ermüden.

Von Deeluxe gibt es spezielle Innenschuhe namens Thermo Flex Premium, die sich durch Hitzeeinwirkung verformen lassen und Feuchtigkeit regulieren. Beides bewirkt einen perfekten Sitz bei gleichzeitig hohem Komfort. D-Lug ist die Sohle mit dualen Dämpfungszonen für besseren Schutz vor Erschütterungen. Bei Conweb-Sohlen bedient sich Deeluxe einem Hexagon-förmigen Schuhprofil, das dir optimalen Halt garantiert.

Nitro Snowboardboots mit Vibram® Sohle
Nitro Snowboardboots mit Vibram® Sohle

7. So bekommst du den perfekten Sitz

Auch der beste Snowboardboot kann sein Potenzial nicht ausschöpfen, wenn du nicht die richtigen Socken am Start hast. Funktionssocken sind kniehoch, aus besonders strapazierfähigen und warmen Materialien hergestellt und haben Verstärkungen an den kritischen Stellen und holen somit das Maximum an Passform aus deinem Schuh heraus. Normale Socken sind meistens zu dünn, reiben sich an kritischen Stellen auf und rutschen im schlimmsten Fall runter, schlagen Falten und sorgen für unnötige Druckstellen, die beachtliche Schmerzen verursachen können. Eine Anpassung des Innenboots an deine Füße ist bei vielen Modellen im mittleren und oberen Preissegment mithilfe von speziellen Gebläsen und teilweise sogar im Backofen möglich und empfehlenswert – Informationen dazu findest du direkt bei den jeweiligen Boots (in der Produktbeschreibung oder am Produkt selbst), im Zweifelsfall hilft dir natürlich unser Kundenservice gerne weiter.

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