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LVS Geräte

LVS Geräte

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das LVS Gerät - die Suche nach dem besten Ortungsgerät

LVS-Geräte von Ortovox, Fotograf: Christian Brecheis


Der Ernstfall kann schneller eintreten, als du es vermutest! Herrlicher Pulverschnee im Frühjahr, Bluebird und du hast einfach nur Bock auf eine Freeride Tour. Ohne deine komplette Lawinenausrüstung ist das jedoch ein extrem riskantes Unterfangen. Einen Teil davon stellt dein LVS-Gerät, das Lawinenverschüttetensuch-Gerät, dar. Sollte es also wirklich zu einer Komplettverschüttung durch eine Lawine kommen, kann dieses kleine Gerät um deinen Körper Leben retten. Blue Tomato verschafft dir einen Überblick über das breitgefächerte Sortiment. Wir erklären dir, welche Features wirklich wichtig sind, wenn du mit dem Splitboard oder deinen Tourenski unterwegs bist. Aber auch beim kürzesten Abstecher fernab der präparierten Piste lauern bereits die alpinen Gefahren!

In den 50-Jahren begann die Entwicklung der kleinen, elektronischen Helferlein für den Freeride-Einsatz. Der Amerikaner John G. Lawton entwickelte die Idee, einen Radiosender zur Ortung verschütteter Skifahrer einzusetzen, weiter. Im Winter 1970/71 ging nach jahrelanger Forschung dann das erste richtige LVS-Gerät in Serie. Lawton gab seiner Erfindung den Namen „Skadi“, bis sich der Name „Hot Dog“, insbesondere wegen seines Aussehens und einer Anspielung auf den Lawinenhund, durchsetzte. Ein Hund war es auch, der Barryvox seinen Namen gab. Anfang des 19. Jahrhundert soll der Bernhardiner Barry fast 50 Lawinenopfern das Leben gerettet haben. Über 25 Jahre lang war Barryvox der unangefochtene Marktführer in Sachen LVS-Geräten.

Immer mehr Konkurrenten, wie beispielsweise Pieps, Ortovox oder BCA kamen mit den Jahren auf den Markt. Trotzdem setzte sich der Frequenzbereich, den Barryvox einführte, als Standard durch. Vorübergehend waren die Geräte der unterschiedlichen Hersteller untereinander nicht kompatibel, da sie auf unterschiedlichen Frequenzen sendeten und suchten. Seit 1996 schreibt die europäische Norm die Frequenz von 457 KHz vor – diese gilt bis heute für sämtliche Modelle.

Drei Antennen für eine schnellere Rettung

LVS Gerät DSP Pro von Pieps

Jedes Lawinensuch-Gerät verfügt über zwei Betriebsarten: Der Sendebetrieb, der eingeschaltet sein muss, wenn du selbst das Gerät am Körper trägst und deine Abfahrt beginnst. Auf Suchbetrieb stellst du erst dann um, wenn es zum Ernstfall gekommen ist und du das Signal eines Kameraden unter einer Lawine orten musst. Im Sendemodus sendet dein LVS-Gerät in kurzen Abständen Funksignale, die zur Ortung dienen. Aus diesem Grund ist es in unbefestigtem Gelände empfohlen, sich ausschließlich in der Gruppe zu bewegen. Im Suchbetrieb kann das LVS-Gerät dann das Signal des Verschütteten über bis zu 60 Metern empfangen.

Nach der Jahrtausendwende gab es die bahnbrechendste Weiterentwicklung in der Technik der Lawinenverschüttetensuch-Geräte. Das Geheimnis: Drei Antennen für eine noch schnellere und genauere Ortung. Es ist nun möglich den räumlichen Verlauf des Sendemagnetfeldes zu bestimmen. Dabei spielt es keine Rolle mehr, in welcher Lage sich das LVS-Gerät des Verschütteten befindet. Zudem ist der Empfangsbereich nun annähernd kreisförmig, weshalb du das Gerät beim ersten Empfang nicht ständig um die eigene Achse drehen musst. Mit Hilfe eines Richtungspfeils wird anschließend angezeigt, wo sich das LVS-Gerät mit der geringsten Entfernung befindet. Die dritte Antenne, die mittlerweile in allen Modellen verbaut ist, ermöglicht nun zudem die Suche mehrerer Lawinenopfer gleichzeitig.

Zu Beginn der Entwicklung wurde lediglich mit einer einzelnen, analogen Antenne gearbeitet, die die Entfernung zum Verschütteten mittels eines sich verstärkenden Pieps-Ton anzeigte. Beim Erstempfang musstest du damals das Gerät immer wieder um die eigene Achse drehen. Den besten Empfang gab es dann aber nur, wenn sich der Suchende mit seinem Gerät „genau“ auf der Feldlinie bewegt. Mit der zweiten Antenne kam dann die Möglichkeit hinzu, dass mittels eines Displays nun auch die Richtung angezeigt werden konnte, wo sich das Opfer befindet. Die Antennen kreuzten sich im inneren, wobei die eine in X-Richtung und die andere in Y-Richtung zeigte. Der Empfangsbereich der Zwei-Antennen-Geräte ist zumeist elliptisch, weshalb zum Erstempfang ein Drehen des Gerätes um die eigene Achse ebenfalls unerlässlich war.

das Know-How entscheidet über den Nutzen deines LVS-Gerätes


Ein LVS-Gerät kann nur seinen vollen Nutzen entfalten, wenn du auch Sonde und Schaufel stets in deinem Lawinenrucksack mitführst. Aber selbst dann kannst du noch viele Fehler machen. Eine LVS-Schulung, die du am besten regelmäßig auffrischst, ist deshalb unabdingbar für das sichere Abenteuer im Gelände.

Die Suche im Ernstfall unterscheidet sich in mehrere Abschnitte: Bei der Grobsuche wird der Lawinenkegel systematisch abgesucht, wobei du den Punkt markierst, an dem das LVS-Gerät erstmalig Kontakt aufgenommen hat. Bei der Feinsuche wird später direkt über der Schneeoberfläche gesucht, wobei es zu Unterschieden zwischen den einzelnen Modellen kommen kann. Du siehst: Ohne das nötige Know-How und einer eingehenden Schulung mit deinem eigenen LVS-Gerät können überlebenswichtige Minuten verloren gehen.

Ein System, das seit einigen Jahren Einzug in die Ski- und Snowboardjacken diverser Hersteller gefunden hat, ist der Sensor der schwedischen Firma RECCO. Durch eine Halbleiterdiode wird ein Signal abgegeben, das jedoch nur von Rettungsdiensten der Bergwacht und anderen Suchtrupps empfangen werden kann. LVS-Geräte ersetzt es deshalb nicht!

ein Trio, das Leben rettet: LVS-Gerät, Sonde und Schaufel

LVS Gerät, Schaufel und Sonde von Ortovox


Welche Features sich nun also über die letzten Jahre durchgesetzt und etabliert haben, weist du nun. Solltest du jetzt auch noch an einer Schulung teilgenommen haben, bei der du dich mit allen Funktionen und Techniken deines Lawinenverschüttetensuch-Geräts vertraut gemacht hast, kann dein ultimatives Backcountry-Abenteuer schon fast starten. Bedenke stets: Nach nur 15 Minuten unter dem Schnee verringert sich die Überlebenswahrscheinlichkeit des Lawinenopfers drastisch. Neben der notwendigen Portion Respekt vor der Natur und den Wetterbedingungen, solltest du deshalb auf folgende Dinge nicht verzichten:

  1. LVS-Gerät
  2. Sonde
  3. Schaufel
  4. Lawinenrucksack
  5. Alpines Know-How
Versuche es doch einmal mit einem Workshop, beispielsweise bei „Risk&Fun“ . Denn nur wenn du auch weißt, wie du mit LVS-Gerät, Sonde und Co. richtig umgehst, können Leben im Ernstfall gerettet werden!