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Kaufberatung für Freeski Bindungen und Tourenbindungen

Skibindungen: die unverzichtbare Verbindung zwischen Skischuh und Ski

Die Skibindung ist die unverzichtbare Schnittstelle zwischen dir und deinen Skiern und doch bekommt selten die Aufmerksamkeit geschenkt, die sie verdient. Erst die Bindung erlaubt dir, dass sich deine Muskelkraft aus den Beinen optimal auf die Ski überträgt. Schließlich soll der Ski deiner Vorstellung nach reagieren. Weiterhin erlauben dir Skibindungen den Aufstieg, der dich an die exponierten Stellen des Berges bringt, um dich in unverspurte Hänge zu stürzen. Wenn das mal nicht zwei wichtige Kriterien sind, um Bindungen genauer unter die Lupe zu nehmen.

  1. Skibindungen: die Kraftpakete für Park, Pipe und Powder
  2. Stopper: Die Sicherheitsbremse für deine Ski
  3. DIN-Norm: dein persönlicher Auslösewert laut ISO-Norm 11088
  4. Materialien und Teile: Vorder- und Hinterbacken
  5. Einsatzgebiet: Freeride und Touring oder Park und Powder
  6. Montage: die richtige Montage als Sicherheitsvoraussetzung

1. Skibindungen: die Kraftpakete für Park, Pipe und Powder

Freeski Bindungen sind wahre Kraftpakete, die dich selbst bei anspruchsvollen Rides sicher auf den Ski halten. Außerdem sind sie eine Art Sicherheitsbestandteil, der in Extremsituationen die Schuhe vom Ski löst. Dein Verletzungsrisiko wird dadurch verringert und du stehst danach hoffentlich schnell wieder auf den Latten.

In Kombination mit Stoppern sorgen Bindungen zusätzlich dafür, dass die Ski nicht ohne dich den Hang hinunter gleiten. So soll auch den Stoppern in diesem Guide ein wenig Tribut gezollt werden.

Mit Montage, Einsatzgebiet und der richtigen Einstellung werden weitere wichtige Aspekte beim Bindungskauf beleuchtet. So hast du den Überblick und das Verständnis, um dir das richtige Material auf die Ski zu schrauben.

Die passende Bindung für dein Vorhaben auf dem Berg
Die passende Bindung für dein Vorhaben auf dem Berg

2. Stopper: die Sicherheitsbremse für deine Ski

Die Stopper sorgen im Falle eines Sturzes für die Sicherheit auf der Piste. Löst die Sicherheitsbindung aus und der Ski trennt sich von deinem Skischuh, spreizt sich der Stopper und verhindert das Abgleiten des Skis.
So werden gleich zwei unglückliche Umstände verhindert:

  • Der Ski entfernt sich nicht zu weit von dir,
    • wodurch der Ski nicht ohne dich ins Tal fährt und
    • das Risiko eines Verlustes reduziert wird.

  • Der Ski gefährdet dich und andere.
    • Der Ski wird zum Stehen gebracht und rast nicht wie ein Geschoss über die Piste.

Außerdem halten Skistopper deine Ski am Platz, solltest du sie bei der Pause vor der Hütte oder im Gelände ablegen. So brauchst du keine Angst haben, dass sich der Ski selbständig macht.

Stopperbreite

Prinzipiell gilt, je geringer der Abstand von Stopper und Ski ist, desto besser. So behindern sie sich nicht und verhaken nicht, solltest du extreme Schräglagen fahren oder eine enge Skiführung haben. Außerdem werden dadurch Hang-Ups bei Switch Landungen und das Mitschleifen von Powder oder Schneebrocken vermieden.

Die Stopperbreite ist jeweils abhängig von der Breite des Skis, wo die Bindung montiert wird und nicht andersrum.

Kommen Stopper und Bindung nicht in einem Set, ist auf die Kompatibilität des Stopper-Systems mit der Bindung zu achten!

Tipp: Breite deiner Skistopper

„Da der Stopper aus dem Zentrum nach hinten versetzt ist, ist der Ski dort breiter als an seiner Taille. Entscheide dich deshalb für 5 bis 10 mm breitere Stopper als die Ski Taillenbreite, um auf der sicheren Seite zu sein. Hat dein Ski zum Beispiel eine 95 mm Taille, würde man den nächst größeren Stopper verwenden, in diesem Fall eine 100 mm Stopperbreite.“

3. DIN-Norm: dein persönlicher Auslösewert laut ISO-Norm 11088

Der Z- oder DIN-Wert ist ein für dich persönlich ermittelter Auslösewert der Bindung. Die Bindung öffnet sich, sobald der Grenzwert des Drehmoments, das auf dein Schienbein wirkt, überschritten wird. Dadurch soll sich der Ski im Falle eines Sturzes von dir trennen und so das Verletzungsrisiko minimieren. Beim Bindungskauf solltest du auch darauf achten, in welchem Bereich sich die Bindung verstellen lässt, sprich niedrigster und höchster Z-Wert, sodass dein eigener Wert eingestellt werden kann.

Bei Fachhändlern wird die Montage, Einstellung und Überprüfung der Bindung durch die ISO-Norm 11088 geregelt. Mit einem speziellen Prüfgerät wird der Z-Wert und Anpressdruck des hinteren Bindungsbacken genau eingestellt. So kannst du dir sicher sein, dass dein Skischuh, den du unbedingt bei der Bindungsmontage dabei haben musst, sicher in der Bindung hält. Außerdem kann dir ein Zertifikat ausgestellt werden, das im Falle eines Unfalls zur Klärung der Haftungsfrage beitragen kann und als Grundlage für Versicherungsansprüche dient. Die Einstellung im Fachgeschäft ist wesentlich genauer als die eigenhändige Einstellung, da mit elektronischen Prüfgeräten gearbeitet und das Drehmoment genau gemessen wird. Eigenständige Veränderungen machen das Zertifikat vom Fachhändler außerdem ungültig. Einstellungen sollten in jedem Falle von einem erfahrenen Mechaniker oder Ingenieur vorgenommen werden. Erfahrende Freerider und Freestyler stellen manchmal ihre Bindung gern selbst ein, was sie allerdings auf eigene Verantwortung hin tun.
Der Z-Wert wird am geläufigsten mithilfe der tabellarischen Gewichtsmethode, die auf statischen Daten beruht, bestimmt. Bei dieser Methode wird der Z-Wert aus deinem

  • Körpergewicht,
  • Körpergröße,
  • Alter,
  • Skischuhsohlenlänge und
  • Skifahrertyp (Können) ermittelt.

Z-Wert Anzeige des Vorderbackens einer Salomon XT12 Bindung
Das Ablesen des Z-Wertes am Vorderbacken einer Salomon XT12 Bindung

Angaben zum Skifarer Sohlenlänge des Schischuhs in mm
Gewicht in kg Größe in cm < 250 251-270 271-290 291-310 311-330 >331
Z-Wert VOR Korrektur
10-13 0,75 0,75 0,75
14-17 1,00 1,00 0,75
18-21 1,50 1,25 1,00
22-25 1,75 1,55 1,50 1,25
26-30 2,25 2,00 1,75 1,50 1,50
31-35 2,75 2,50 2,25 2,00 1,75 1,75
36-41 3,5 3,00 2,75 2,50 2,25 2,00
42-48 <148 3,50 3,00 3,00 2,75 2,50
49-57 149-157 4,50 4,00 3,50 3,50 3,00
58-66 158-166 5,50 5,00 4,50 4,00 3,50
67-78 167-178 6,50 6,00 5,50 5,00 4,50
79-94 179-194 7,50 7,00 6,50 6,00 5,50
>95 >195 8,50 8,00 7,00 6,50
10,00 9,50 8,50 8,00
11,50 11,00 10,00 9,50

Die Z-Wert Korrektur

Es wird zwischen drei Skifahrertypen unterschieden:

  • Typ 1 – Anfänger: sanftes Fahren und Erlernen der Skitechnik. Flache Hänge und niedriges Tempo.
Der ermittelte Z-Wert laut Tabelle ist passend. Dieser niedrige Wert führt dazu, dass die Bindung leicht auslöst. Es kann somit auch zu Fehlauslösungen führen, sollte mal eine höhere Belastung auf die Bindung wirken, ohne dass ein Sturz vorliegt.

  • Typ 2 – Fortgeschrittene: Rider, die die Freeskiing Basics beherrschen und auch anspruchsvollere Hänge im höheren Tempo bewältigen.
Der ermittelte Z-Wert wird um eine Zeile nach unten korrigiert.

  • Typ 3 – Profi: schnelles Fahren auch auf steilen Hängen wird mit Bravour bewältigt. Aggressive Fahrweisen gehören zum Fahrstil.
Der ermittelte Z-Wert wird um zwei Zeilen nach unten korrigiert. Dieser überdurchschnittliche Wert verringert Fehlauslösungen bei aggressiver Fahrweise. Jedoch birgt er auch das Risiko einer zu späten Auslösung und somit steigt die Verletzungsgefahr.

Stehen Gewicht und Größe in verschiedenen Zeilen, ist der geringere Z-Wert der geeignetere.

Bei Kindern unter 10 Jahren und Erwachsenen über 50 Jahren verschiebt sich der Z-Wert um eine Zeile nach oben.

Z-Wert Anzeige bei einer Look Pivot 18 Bindung
Voder- und Hinterbacken einer Look Pivot 18 Bindung mit der Anzeige für den Z-Wert

Tipp: dein Z-Wert

„Gewicht 80 kg, Größe 185 cm, Skischuhsohlenlänge 320 mm, Alter 22, erfahrener Skifahrer (Typ 3). Daraus liest man aus der Tabelle den Z-Wert von 6 und geht aufgrund des Typ 3 zwei Zeilen nach unten. Der richtige Z-Wert ist somit 8,50.“

Das eigenständige Einstellen der Bindung ist jedoch ausdrücklich ausschließlich sehr erfahrenen Ridern empfohlen. Prinzipiell raten wir jedoch jedem, die Einstellung in einem zertifizierten Fachgeschäft vornehmen zu lassen.

Anmerkung:
In den letzten Jahren hat sich bei einigen Ridern das Motto „Z-Wert voll zu“, also die Einstellung auf die höchste Stufe etabliert. Davon raten wir jedoch dringend ab, da sich so das Verletzungsrisiko dramatisch erhöht und die Bindung nicht mehr zuverlässig auslöst.

4. Materialien und Teile: Vorder- und Hinterbacken

Bei hochwertigen Bindungen von Herstellern wie Atomic, Marker oder Look kommen nur die neuesten und stabilsten Materialien zum Einsatz. Von der Verwendung von Holz und Leder sind wir schon so weit entfernt wie Ötzi davon, wieder auf den Latten zu stehen.

Titan, Karbon und Magnesium sind beliebte Werksstoffe, um ein möglichst geringes Gewicht zu erreichen; Edelstahl für Stabilität und Robustheit; verstellbare Fußplatten und Aufstiegskeile für Komfort; moderne, einfache Einstiegsvorrichtungen; und benutzerfreundliche Systeme zum Einstellen des Z-Werts und des Anpressdrucks sind heutzutage das Nonplusultra.
 
Vorder- und Hinterbacken sorgen dafür, dass dein Skischuh fest mit der Bindung verbunden ist und somit die größtmögliche Kraftübertragung auf die Skikanten stattfindet. Außerdem halten stabile Federn den Schuh fest fixiert. So rüttelt nichts und du hast ein ruhiges Abfahrtsgefühl.

Es kommt letztendlich ganz darauf an, wie tief du in die Tasche greifen möchtest. Die zahlreichen Hersteller bieten dir von preisgünstigen Einsteiger- bis hin zu hochpreisigen Profibindungen alles an. Je nachdem wie oft und extrem du ridest, sind einige Bindungen besser für dich geeignet als andere. Unser fachkundiges Personal berät dich gern persönlich im Shop oder am Telefon.

5. Einsatzgebiet: Freeride und Touring oder Park und Powder

Bei Atomic Bindungen wird zwischen Freeride & Touring sowie Park & Powder unterschieden. Das spiegelt sich in der Bauform wieder, um das perfekte Produkt für deine Action zu liefern.

Touring & Freeride Bindungen kommen mit einer sehr niedrigen Standhöhe, um einen leichten Aufstieg und verbesserte Fahrstabilität zu ermöglichen. Durch die Oversized Plattform wird auch hier die optimale Kraftübertragung und Reaktionsfreudigkeit für präzise Schwünge sichergestellt. Außerdem sind diese Bindungen mit verschiedenen DIN-Normen, Touring und Walk To Ride (WTR) Standards kompatibel. Die Tracker 16 MNC beispielsweise ist mit allen gängigen Modellen am Markt kompatibel und lässt sich mit einem einfachen Stockklick vom Aufstiegs- in den Abfahrtsmodus umstellen.

Bei Park & Powder Bindungen wird auf eine niedrige Bauhöhe, hohe Auslösewerte und niedriges Gewicht wertgelegt. Trotzdem soll die Bindung noch stabil bleiben und härtesten Landungen standhalten. Die Oversized Plattform (Auflagefläche von Schuh und Bindung) unterstützt die Kraftübertragung auf den Ski, um ein lebendiges Fahrgefühl sowie einen reaktionsfreudigen Ski zu gewährleisten.

Atomic Tracker 16 MNC
Beispiel einer Touring&Freeride Bindung von Atomic: Tracker 16 MNC
Atomic Warden 11
Beispiel einer Park&Powder Bindung von Atomic: Warden 11

Auch Look (Rossignol) bietet verschiedene Bauformen für die jeweiligen Einsatzgebiete an. Dadurch wird nicht nur deine Fahrleistung, sondern auch der Fahrspaß selbst erhöht. Die NX Serie ist eine leichte Hochleistungsbindung, die für den All-Mountain Skifahrer entwickelt wurde. Leichtigkeit und Benutzerfreundlichkeit stehen bei Kraftübertragung, Stoßdämpfung und Einstiegssystem im Vordergrund und bieten eine Menge Performance.

Speziell für Freeride und Freestyle empfehlen sich die zuverlässigen Pivot Bindungen. Metallverstärkte Bauelemente, maximale Kraftübertragung, Stoßdämpfung und verlässliche Auslösung bieten alles, was das Herz der extremsten All-Mountain Fahrer, Freerider und Freestyler höher schlagen lässt.

Look Pivot 14 Dual WTR Skibindung
Die Hochleistungsbindung von Look: Pivot 14 Dual WTR

Wie alle hervorragenden Hersteller legt auch Marker seine Bindungen für die einzelnen Freeski Bereiche aus. Breitere Bindungen, um den breiteren Ski gerecht zu werden und die neueste Technologie mit stabilsten Materialien zeichnen diese aus. Zusätzlich setzt Marker bei Tourenbindungen neue Maßstäbe, die ein ganz neues Aufstiegsgefühl bieten.

Marker Jester 16 ID Skibindung
Der perfekte Begleiter aus dem Hause Marker: die Jester 16 ID Skibindung

TIPP zu deiner Bindung:

„Die Hersteller geben meistens an, bis zu welcher Breite des Skis ihre Bindung für die optimale Kraftübertragung genutzt werden kann.“

6. Montage: die richtige Montage als Sicherheitsvoraussetzung

Hast du dir Ski, Skischuhe und Bindung ausgesucht, geht es nun zur Montage. Je nach Ski empfehlen dir die Hersteller verschiedene Montagepunkte auf den Skiern. Diese sind meistens auf der Oberfläche eingezeichnet und dienen als Richtwerte, um die besten Fahreigenschaften des Skis zu bekommen. Der eingezeichnete Referenzpunkt ist dort, wo der Ski das Zentrum seines Radius hat. Jedoch kannst du diese Empfehlungen ganz nach deinen Wünschen anpassen.

Grundsätzlich unterscheiden sich die Montagepunkte zwischen den einzelnen Freeskibereichen wie folgt:

  • Freeride
Eine nach hinten versetzte Montage (gewöhnlich -2 bis -5 cm, extrem 6 cm) erhöht den Auftrieb im Powder und bietet bei höheren Geschwindigkeiten mehr Stabilität.

  • Freestyle und Jib
Eine zentrale Montage mit dem Skischuhmittelpunkt über dem Skimittelpunkt sorgt für erhöhte Drehfreudigkeit, für einfaches Switch Fahren und ermöglicht schnelle, waghalsige Tricks.

  • All-Mountain
Wie der Name verrät, soll der Ski am ganzen Berg Verwendung finden, deshalb wird auch bei der Bindungsmontage das Mittelmaß genommen. Der Montagepunkt liegt zwischen der zentralen Freestyle und der nach hinten versetzten Freeride Position. Somit hast du den ultimativen Freeski für den ganzen Berg und kannst dich sowohl im Park, auf der Piste als auch im Powder austoben, ohne wirklich große Abstriche machen zu müssen.

Da der Trend zu breiten Ski geht, bei denen 95 mm Taille bei Park Ski keine Seltenheit ist, müssen auch die Bindungen nachziehen. Damit die Kraftübertragung und Hebelwirkung weiterhin optimal funktionieren, werden zwangsläufig auch die Bindungen breiter. So ändern sich auch die Montagemuster.

Im Gegensatz zu Snowboardbindungen sind Skibindungen fix in den Ski integriert. Deshalb solltest du grundsätzlich ein Umsetzen (Neumontage) der Bindung vermeiden, da dadurch der Ski anfällig für Brüche und Sprünge wird. Außerdem werden für die richtige Montage Einiges an speziellem Werkzeug und eine Montageplatte benötigt.

Solltest du noch Hilfe benötigen oder keine Präferenz haben, kannst du dich bei uns persönlich im Shop beraten lassen. Unser Fachpersonal hilft dir gerne weiter und erklärt dir die jeweiligen Vor- und Nachteile von versetzten Bindungen und montiert diese professionell.