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Snowboards Buyers Guide und Kaufberatung für Herren und Damen, sowie Jugendliche

Snowboards: egal, ob Park, Pipe oder Piste, wir haben das richtige Brett für dich

Auf der Suche nach einem neuen Snowboard gibt es Einiges zu beachten. Dazu gehören unter anderem Länge, Breite, Flex und viele weitere Faktoren, die ein Board ausmachen. Ein perfektes Brett für alle Anforderungen wirst du auf dem Markt wahrscheinlich nicht finden, darum solltest du dir im Vorhinein darüber im Klaren sein, auf welchem Terrain du unterwegs sein möchtest und welche Bedingungen du bevorzugst.

  1. Riding Level: deine Skills auf dem Brett
    1. Beginner: aller Anfang ist nicht schwer
    2. Advanced: die fortgeschrittenen Boarder
    3. Experte: der Profi mit langjähriger Erfahrung
  2. Riding Style: die Frage nach dem Terrain
    1. All-Mountain: die Option für Allrounder und jene, die sich alle Optionen offen halten wollen
    2. Freeride: sich abseits der Piste zuhause fühlen
    3. Freestyle: der Park ist dein Zuhause
    4. Jib: Rails und Boxen haben es dir angetan
    5. Splitboards: Freeride-Touring im Backcountry
  3. Profil: die Form des Brettes von der Seite betrachtet
    1. Camber: das Brett mit positiver Vorspannung
    2. Rocker: das Board mit negativer Vorspannung
    3. Powder Rocker: das spezielle Profil für den Tiefschnee
    4. Flat: das Zero Camber Brett
    5. Hybrid: die Kombination aus Camber und Rocker
  4. Shape: die Form des Brettes von oben betrachtet
    1. True Twin: die Symmetrie von Nose, Tail, Sidecut und Flex
    2. Directional Twin: die leicht angepasste Form des True Twin
    3. Directional: der Klassiker
    4. Tapered: die Verjüngung in Richtung Tail
  5. Snowboard Base: Extruded und Sintered
    1. Extruded: der Belag für Anfänger, Preisfüchse und Railkiller
    2. Sintered: die Base für Racer, Freerider und erfahrene Boarder
  6. Die Breite des Snowboards
  7. Die Länge des Brettes
  8. Effektive Kante
  9. Radius: der Wendekreis des Boards
  10. Flex: Die Steifigkeit deines SnowboardsAll-Mountain: die Option für Allrounder und jene, die sich alle Optionen offen halten wollen

Snowboards von Jones, K2, Gnu, Salomon und Lib Tech
Snowboards von Jones, K2, Gnu, Salomon und Lib Tech

1. Riding Level: deine Skills auf dem Brett

Das Riding Level beschreibt, wie gut du tatsächlich im Snowboarden bist. Dieses Level reicht von Beginner über Fortgeschrittene bis hin zu Profis. Sei ehrlich zu dir selbst und überschätze bzw. unterschätze dich nicht! Ein Profi-Snowboard macht es einem Anfänger schwerer als nötig und ein fortgeschrittener Fahrer wird sein Potenzial mit einem Anfängerbrett nicht ausschöpfen können und das Board möglicherweise zu hohen Belastungen aussetzen.

1.1 Beginner: aller Anfang ist nicht schwer

Für Einsteiger – sowohl komplette Neulinge als auch solche, die bereits ein paar Turns fahren können, aber wenig Erfahrung mitbringen – eignen sich etwas kürzere und weichere Bretter. Mit diesen Snowboards bekommst du mehr Drehfreudigkeit und die ersten Kurven und Tricks fallen dir leichter.

1.2 Advanced: die fortgeschrittenen Boarder

Wenn du dich als fortgeschritten am Brett bezeichnest, solltest du bereits erste Airtime gesammelt haben und ein paar Tricks ausprobiert haben. An dieser Stelle kommst du mit beinahe jedem Snowboard zurecht und persönliche Vorliebe, sowie Riding Style entscheiden über dein nächstes Brett.

1.3 Expert: der Profi mit langjähriger Erfahrung

Du bezeichnest dich als Profirider? Dann behältst du in jeder Situation die Kontrolle über dein Board. Messerscharfe Turns auf der Piste, Switch-Einlagen im Park und Bomb Drops im Backcountry gehören zu deinem Daily Business. Du weißt bereits, welche Profiles und Shapes zu deinem Fahrstil passen und hast eine genaue Vorstellung von deinem nächsten Board. Du wirst wahrscheinlich eh mehr als ein Snowboard haben.

2. Riding Style: die Frage nach dem Terrain

Als Anfänger bist du mit All-Mountain Boards am besten bedient, weil du auf jedem Terrain fahren kannst. Willst du allerdings speziell im Park oder Powder fahren, gibt es bessere Optionen, die eher an das Terrain angepasst sind.

2.1 All-Mountain: die Option für Allrounder und jene, die sich alle Optionen offen halten wollen

Mit einem All-Mountain Board bist du für jedes Terrain gewappnet. Einsteiger gewöhnen sich schnell an die Eigenschaften des Brettes und machen rasch Fortschritte. Meistens sind die Boards directional oder directional twin geformt. Entweder ist die Bindungsposition mittig oder mit einem leichten Setback nach hinten versetzt.

All-mountain snowboards for piste, backcountry and park
Rider: Elias Elhardt. Photo: Markus Rohrbacher.

2.2 Freeride: sich abseits der Piste zuhause fühlen

Das Freeride Board hat meist einen directional Shape. Durch den Setback bekommst du im Powder mehr Auftrieb, da die Nose mehr Auflagefläche hat. Besonders hervorzuheben ist die Entlastung des hinteren Beins, weil du durch die Bindungsposition weniger Kraft aufbringen musst. Reine Freeride- und Powder-Bretter bekommst du in verschiedenen Shapes. Einzig allein du entscheidest, mit welcher Form du dich auf unbefahrenes Terrain wagst. Hersteller von Jones Snowboards über Burton bis Nitro bieten dir eine große Auswahl, bei der du sicher fündig wirst.

Vor allem in jüngerer Zeit sind auch wieder sehr kurze, dafür extrem breite Powder-Bretter am Markt aufgetaucht, die mit ungewöhnlichen Shapes aufwarten und trotz ihrer geringen Länge abseits der Piste viel Auftrieb bieten.

Tor Lundstrom - Photo by Cyril Muller
Rider: Tor Lundstrom. Photo by Cyril Muller

2.3 Freestyle: der Park ist dein Zuhause

Diese Freestyle Snowboards zeichnen sich in den meisten Fällen durch ihre Twin Shape aus. Die Bindungsposition ist mittig und Nose und Tail sind gleich lang. Du kannst damit ohne Einbußen sowohl vorwärts als auch rückwärts fahren. Bretter für den ganzen Park – von Boxen über Rails bis Kicker – sind etwas weicher abgestimmt und werden in der Regel kürzer gefahren, was sie auch für Anfänger interessant macht. Bei großen Kickern bieten härtere Bretter mehr Kontrolle, aber fordern auch mehr Können vom Fahrer ab. Gnu, Capita und Salomon sind nur einige der renommierten Produzenten von Freestyle-Geschossen.

Freestyle Snowboards bei Blue Tomato
Foto: Rossignol

2.4 Jib: Rails und Boxen haben es dir angetan

Für die Jibber gibt es kürzere und weichere Bretter, die sich perfekt auf Boxen und Rails fahren. Die Kanten kommen oft bereits aus der Fabrik etwas nach oben abgerundet, um Hang-Ups auf Metallrails zu vermeiden. Sie sind meist auch haltbarer als herkömmliche Kanten. Du solltest bei diesen Jib Snowboards bereits etwas Erfahrung in Sachen Turns und Sliding mitbringen. Sie machen erst richtig Spaß, wenn du wirklich sicher auf dem Brett stehst. Allerdings haben sie vor allem auf harten eisigen Pisten einige Nachteile: hier wirst du zum Beispiel den Kantenhalt durch die nach oben gezogenen Kanten vermissen, der dir das Railfahren erleichtert. Bei Rome, Nitro, Arbor, Bataleon und vielen weiteren Marken findest du das passende Snowboard für dich.

Sparrow Knox jibbt auf dem Container
Rider: Sparrow Knox. Foto: Matt Georges, Lobster.

2.5 Splitboards: Freeride-Touring im Backcountry

Splitboards sind speziell für das Backcountry und zum Freeride konzipierte Boards. Sie sind für längere Touren gedacht und du kannst sie für den Aufstieg zum Gipfel in zwei separate Ski teilen. Dazu kommt dein Splitboard mit einem geeigneten Voilé-Interface: auf diesem lässt sich die Bindung sowohl wie eine Skibindung als auch wie eine Snowboardbindung montieren. Oben am Berg angekommen kannst du die beiden Hälften wieder zu einem vollständigen Board zusammenfügen und hoffentlich Lines durch den unbefahrenen Hang fahren. Die richtige Sicherheitsausrüstung – vor allem ein LVS-Gerät, Schaufel und Sonde sowie ein Lawinenrucksack – gehört zur Grundausstattung für das Fahren auf ungesicherten Hängen, da die Lawinengefahr dort deutlich höher ist. Du solltest auch unbedingt Drinks und eine kleine Stärkung in deinem Rucksack mitbringen, denn du verlangst deinem Körper beim Touring alles ab. Burton und Jones Snowboards sind Hersteller dieser Touringbretter, um nur Einige zu nennen.

Splitboards bei Blue Tomato
Der Aufstieg mit einem Splitboard

3. Profil: die Form des Brettes von der Seite betrachtet

Beim Profil sprechen Snowboarder von unterschiedlichen Vorspannungen im Brett. Je nach Profil liegt das Board anders auf dem Schnee auf. Das Brett kann zum Beispiel nur an der Nose und am Tail mit dem Schnee im Berührung kommen (positive Vorspannung; Camber-Profil) oder das Brett liegt flach auf dem Schnee auf und nur die Nose und Tail biegen sich leicht nach oben (keine Vorspannung; Zero-Profil). Im Wesentlichen lassen sich hier fünf verschiedene Formen beschreiben:

  • Camber
  • Rocker
  • Powder Rocker
  • Zero
  • Hybrid

Profiles von Snowboards von Camber über Flat bis Rocker

3.1 Camber: das Brett mit positiver Vorspannung

Jahrelang gab es in der Snowboardszene nur das Camber-Profil mit zwei Kontaktpunkten nahe der Nose und dem Tail und einer positiven Vorspannung dazwischen. Dieses Profil bietet hohe Stabilität bei gleichzeitiger Aggressivität und gutem Kantenhalt. Allerdings neigen Camber leichter als andere Profile zum Verkanten.

3.2 Rocker: das Board mit negativer Vorspannung

Als das Rocker-Board auf den Markt kam, stellte es eine Revolution dar. Ein völlig neues Fahrgefühl war geboren, indem die Kontaktfläche in die Mitte des Brettes zwischen Nose und Tail verlagert wurde. Ergebnis war ein drehfreudiges, verspieltes Board. Je durchgezogener dieser Rocker ist, desto drehfreudiger ist dein Brett. Ein Rocker, das sich auf Nose und Tail beschränkt (Hybrid), bietet hingegen mehr Stabilität. Kennzeichen ist vor allem – egal wie stark das Rockerprofil ausgeprägt ist – der erhöhte Auftrieb im Powder.

3.3 Powder Rocker: das spezielle Profil für den Tiefschnee

Beim Powder Rocker ist die Aufbiegung an der Nose stärker ausgeprägt als am Tail, meist hat das Profil eine Art S-Form mit Camber- oder Flat-Sektionen vor oder unter der hinteren Bindung. Das gibt dir zusätzlichen Auftrieb für unverspurte Powder Lines. Diese Profile gehen meistens mit einem Taper Shape einher. Durch die Verjüngung nach hinten sinkt das Tail leichter ein, was die Nose stärker über dem Schnee hält und die Turns im tiefen Schnee erleichtert.

3.4 Flat: das Zero Camber Brett

Wie der Name dieses Profils schon sagt, liegt das Board flach auf. Auch wenn die Hersteller oft sagen, sie vereinen die Vorteile aus Rocker und Camber in dieser Konstruktion, stimmt das nicht ganz. Es werden vielmehr die Nachteile anderer Konstruktionen vermieden. So verkantest du mit einem Flat Board weniger schnell als mit einem Camber und bist stabiler unterwegs als mit einem Rocker.

Dominik Wagner

Teamfahrer bei Blue Tomato
„Auf keinen Fall dürfen es bei mir reine Rocker sein, Camber und Flat sind die Boards meines Vertrauens. Die liegen flach auf und geben mir Support und Sicherheit bei hohen Geschwindigkeiten. Mein Board des Vertrauens ist das Nitro Good Times: Flat zwischen den Bindungen für gute Kontrolle und Stabilität, leicht aufgebogen an Tip und Tail für das Buttern und Pressen auf der Piste und Rails.“

3.5 Hybrid: die Kombination aus Camber und Rocker

Die jüngste Erfindung der Snowboardfirmen ist eine geschickte Mischung aus Camber und Rocker Profil. Ziel der Kombination aus beiden Welten ist es, ein ausgeglichenes Fahrgefühl zu erzeugen. Es werden grundsätzlich drei verschiedene Ansätze unterschieden:

  • Flat Snowboards mit Rocker-Elementen an den Enden,
  • Camber-Bretter mit Rocker Tail und Nose und
  • Rocker Boards mit Camber Parts unter den Bindungen.
Beim Profil geht es auch um den persönlichen Geschmack. Auch wenn Rocker und Camber unterschiedliche Vor- und Nachteile mit sich bringen, lassen sich Camber auch im Tiefschnee und Rocker auch in der Pipe fahren. Es wird nur dementsprechend etwas anstrengender. Hier gibt es keine festgelegten Regeln, denn auch professionelle Fahrer lassen sich nicht ausschließlich von Empfehlungen leiten.

4. Shape: die Form des Brettes von oben betrachtet

Wenn du dein Snowboard von oben betrachtest, weist es eine gewisse Form auf. Nose und Tail können sich in einer in der Form gleichen (True Twin) oder beim directional Shape unterschiedlich sein. An dieser Stelle können vier verschiedene Boardformen unterschieden werden:

  • True Twin
  • Directional Twin
  • Directional
  • Tapered

4.1 True Twin: die Symmetrie von Nose, Tail, Sidecut und Flex

Das True Twin Board hat eine völlig symmetrische Form. Nose und Tail sind völlig gleich geformt und das Board fährt sich vorwärts, sowie rückwärts absolut gleich. Dasselbe gilt für den Sidecut und den Flex, die für das gesamte Brett gleich sind. Die Form kommt meistens bei Freestyle-Boards vor, denn sie sind am besten für Park, Kicker und Rails geeignet. Egal in welche Richtung du die Bindung montierst, am Fahrgefühl wird sich dabei nichts ändern.

4.2 Directional Twin: die leicht angepasste Form des True Twin

Optisch sind True und Directional Twin kaum zu unterscheiden. Die Konstruktion des Boards ist jedoch grundlegend anders. Der Flex an Nose und Tail ist häufig unterschiedlich. Die Form ist zentriert mit zurückversetzten Inserts. Neben stylischen Parkeinlagen wirst du mit diesem Shape auch auf anderem Terrain Spaß haben. Das ist die ideale Lösung für Freestyler, die sich auch mal abseits der Piste beweisen wollen.

4.3 Directional: der Klassiker

Die Nose ist bei dieser Form etwas länger als das Tail. Ein nach hinten versetzter Sidecut und Flex sowie ein Setback der Inserts verleihen dem Board mehr Manövrierfähigkeit, Stabilität und Auftrieb. Mit dieser Form fährst du auf allen Terrains problemlos. Die wahre Stärke spielt der Directional Shape jedoch bei Carves und Turns aus. Das ist der Shape für diejenigen, die sich nicht auf Freestyle oder Freeride beschränken möchten. Switch fahren ist mit diesen Brettern jedoch eine größere Herausforderung.

4.4 Tapered: die Verjüngung in Richtung Tail

Bei einem Tapered Brett verjüngt sich das Snowboard in Richtung Tail. Diese Form macht sich besonders gut beim Freeriden, weil das Brett bei diesem Shape stark an Auftrieb gewinnt durch die größere Auflagefläche im Bereich der Nose. Wenn du auf Switch-Einlagen größtenteils verzichten kannst, bekommst du mit diesem Shape die ultimative Waffe für tiefen Powder geliefert.

Shapes von Snowboards von Twin über Directional bis Taper

5. Snowboard Base: Extruded und Sintered

Heutzutage werden zwei verschiedene Typen von Board Bases unterschieden: die Extruded und die Sintered Base. Sie unterscheiden sich neben der Herstellung auch durch ihre Eigenschaften.

5.1. Extruded: der Belag für Anfänger, Preisfüchse und Railkiller

Der Extrudierte Belag wird meistens bei Beginner- und Einsteigerboards verwendet. Sie ist günstiger in der Herstellung und leichter zu warten als eine Sintered Base. Besonders beim Rail und Street Snowboarding kommen dir das Easy-to-Repair Prinzip und die Widerstandsfähigkeit zugute. Andererseits ist eine Extruded Base im Schnee langsamer und das Wachs hält nicht so lang wie bei einer gesinterten Base.

5.2. Sintered: die Base für Racer, Freerider und erfahrene Boarder

Der gesinterte Belag ist Bestandteil von High-End Boards und Brettern für fortgeschrittene Rider. Sie ist teurer als eine Extruded Base, hält dafür auch das Wachs besser und ist schneller. Einzig der Aufwand für Reparaturen ist sehr hoch und mit höheren Kosten verbunden als beim Extruded Belag.

6. Die Breite des Snowboards

Auch wenn die Länge des Boards den augenscheinlichsten Entscheidungsfaktor darstellt, spielt die Breite eine mindestens gleichwertige Rolle. Kleine Füße verlangen schmale Boards und große Füße sehnen sich nach breiten Brettern. Ab einer Schuhgröße von 44 solltest du Mid-Wide oder Wide Boards in Betracht ziehen. Diese sind speziell für größere Füße entwickelt. Da allerdings jeder Hersteller ein eigenes Verständnis des Begriffs „Wide“ mit sich bringt, ist es wichtig, die Mittelbreite oder „Waist Width“ des Snowboards zu beachten. Die nötige Breite ist allerdings auch von Faktoren wie deinem Bindungswinkel und deinen Boots abhängig. Viele Hersteller haben die äußere Sohlenlänge ihrer Boots verringert, wodurch auch Menschen mit großen Füßen nicht mehr ausschließlich zu Wide Boards greifen müssen. Ein grober Richtwert ist deine Mondopoint-Schuhgröße: Deine tatsächliche Größe minus 2 bis 3 Zentimeter entspricht ungefähr der empfohlenen Boardbreite.

Auch spielt natürlich deine persönliche Präferenz und das Einsatzgebiet eine Rolle. Breitere Boards sind stabiler, zum Beispiel bei Landungen, und haben mehr Auftrieb im Powder aufgrund ihrer größeren Oberfläche. Allerdings benötigt man auch mehr Kraft, um das Board auf die Kante zu bringen. Schmalere Boards sind etwas aggressiver, leichter zu carven (so lange sie nicht zu schmal sind!) und leichter auf die Kante zu stellen.

Snowboard Länge, Breite und effektive Kantenlänge von Allmountain bis Freestyle

7. Die Länge des Brettes

Die weitverbreitete Annahme, dass ein Snowboard zum Kinn gehen soll, kannst du gleich wieder vergessen. Wir sagen dir, welche Faktoren wirklich zählen und wie du zur richtigen Länge deines neuen Brettes findest. Es sind grundsätzlich vier Punkte, die du bei der Wahl beachten solltest:

  • Gewicht,
  • Größe,
  • Einsatzgebiet und
  • persönliche Präferenz.
Die meisten Hersteller geben an, für welche Gewichtsklasse ihre Bretter geeignet sind. Das Kinn als Richtwert mag in den meisten Fällen funktionieren, aber etwas längere oder kürzere Boards sollten kein Problem darstellen. Mehr Länge sorgt für mehr Stabilität, weniger lange Bretter sind üblicherweise wendiger. Bei einer kräftigen Statur legst du etwas Länge drauf, wenn du weniger Muskelmasse hast, kannst du etwas reduzieren. Bretter mit einer langen effektiven Kante kannst du generell kürzer fahren als andere. Im Powder geht Länge zugunsten des Auftriebs, wogegen im Park ein kürzeres Board mehr Wendigkeit für Slide-Einlagen und Drehfreudigkeit für Spins oder Switch Riding bietet.

Hier haben wir für dich grobe Richtlinien für die Wahl der richtigen Größe festgehalten. Wenn du etwas schwerer bist, korrigiere die Tabelle eine Länge nach oben. Wenn du leichter bist, kannst du auch kürzere Bretter fahren und dich an einer Nummer kleiner orientieren.

Körpergröße in cm Körpergewicht in kg Snowboard Größe in cm
147 50 - 55 128 - 136
152 52 - 62 133 - 141
158 60 - 65 139 - 147
163 65 - 70 144 - 152
168 67 - 75 149 - 157
173 72 - 79 154 - 162
178 76 - 83 159 - 167
183 (+) 80 - 87 (+) 160 +

Mathias Weissenbacher

Teamfahrer bei Blue Tomato
„Meine Snowboards gehen mir etwa bis zum Kinn - zum Kickerfahren darf es etwas länger sein für mehr Kontrolle, zum Railfahren etwas kürzer für mehr Wendigkeit. Mein Favorit für den Park ist der Camber, im Powder greif ich auch gerne zu einem direktionalen Rocker mit mehr Länge!“

8. Effektive Kante

Mit der effektiven Kantenlänge ist der Teil der Kante gemeint, der beim Kurvenfahren am Schnee aufliegt. Eine kurze effektive Kante gibt dem Board mehr Wendigkeit, aber auch weniger Kontrolle bei hohem Tempo. Eine längere effektive Kantenlänge gibt dem Brett mehr Kontrolle, macht das Steuern aber kraftintensiver.

9. Radius: der Wendekreis des Boards

Je geringer der Radius ist, desto größer ist die Drehfreudigkeit deines Brettes. Ein großer Radius bringt mehr Laufruhe für dein Snowboard bei hoher Geschwindigkeit.

10. Flex: die Steifigkeit deines Snowboards

Der Flex gibt an, wie weich oder hart dein Brett ist. Freestyle- und Jib-Bretter sind weicher und eignen sich auch für Einsteiger, weil sie leichter zu steuern sind. All-Mountain Bretter gib es in weich für Anfänger bis hart für Speedjunkies. Halfpipe- und Freeride-Bretter sind deutlich härter, da die Kraftübertragung direkt auf die Kante geschehen muss. Je schwerer du bist, desto härter sollte dein Brett sein. Der Flex wird von 1 für weich bis 10 für hart angegeben.

Mit dem Flex einher geht die seitliche Verwindungssteifigkeit des Brettes, auch torsionaler Flex genannt. Freestyle- und Jib-Boards sind deutlich weicher als All-Mountain und Freeride-Snowboards, um Fehler bei der Landung oder auf Rails besser zu verzeihen.

Warten auf Set Konfiguration
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