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Analog Kids Photo Project

Die Analog Kids Eröffnung war wunderschön. Danke an alle, die am Donnerstag dabei waren: die Kids, die mitgemacht haben, Eltern, Freunde, Familie und die Berliner Szene. Es war unbezahlbar, die Kids dabei zu beobachten, wie sie ihre Fotos zum ersten Mal an der Wand gesehen haben – und die Freude in ihren Augen über die großartigen Ergebnisse. Danke an alle, die dieses Projekt möglich gemacht haben.

Das Projekt

Skateboarding hat sich schon immer einer einfachen Definition widersetzt. Es ist Sport, ja! Aber auch Subkultur, soziales Netzwerk, eine Art, die Stadt zu lesen. Das Analog-Archive-Projekt Analog Kids hatte sich vorgenommen, genau diese Vielschichtigkeit einzufangen – nicht durch die polierte Linse eines Profifotografen, sondern durch die Augen der Kinder, die diese Kultur jeden Tag leben.

Die Idee war erfrischend einfach: Kinder bekamen wiederverwendbare Analogkameras in die Hand und wurden mit einer einzigen Anweisung an Berlins Skatespots geschickt – fotografiert alles, was zählt. Boards und Tricks, ja! Aber auch Freundschaften, Stürze, Pausen, Straßentexturen, Stadtdetails. Die volle, ehrliche Textur des Lebens in der Szene.

Was dabei entstand, war keine Dokumentation im herkömmlichen Sinne. Es war etwas Wertvolleres: ein Archiv aus erster Hand, gemacht von genau den Menschen, die die Skatekultur weitertragen werden. Authentisch, neugierig und völlig uninszenierbar. Am 2. Juli traf dieses Archiv endlich auf sein Publikum.

Die Eröffnung

Am vergangenen Donnerstagnachmittag öffnete StudioTrouble™ die Türen für die Ergebnisse. Die Besucherinnen und Besucher bewegten sich durch eine Sammlung von Bildern, die kein erwachsener Fotograf hätte machen können: Skatespots auf Kinderaugenhöhe, Freunde mitten im Lachen zwischen zwei Versuchen, die abgeschrammten Details der Stadt, die nur jemand bemerkt, der nah am Boden lebt.

Die Fotografien hielten, was das Projekt versprochen hatte. Sie zeigten die Szene von innen – ungeschönt, ungestellt und ehrlich. Viele der jungen Fotografinnen und Fotografen waren selbst vor Ort und standen neben ihren eigenen gerahmten Arbeiten – oft zum ersten Mal in ihrem Leben.

Fotografieren auf Film

Die Wahl des Mediums war bewusst. Wo ein Smartphone in Minuten Hunderte Bilder produziert, verlangt eine Analogkamera Geduld. Jedes Bild musste verdient werden. Das Kind schaute, entschied, drückte den Auslöser – und wartete. Keine sofortige Vorschau, keine Löschtaste, kein Filter. Was an den Galeriewänden zu sehen war, war genau das, was sie bekommen haben.

Das Projekt traf außerdem eine bewusste Nachhaltigkeitsentscheidung: ausschließlich wiederverwendbare Kameras, niemals Einwegkameras. Nach jeder Runde wurden die Kameras eingesammelt, neu geladen und wieder losgeschickt – ein kleines, aber bedeutsames Bekenntnis gegen Verschwendung, das die DIY-or-die-Haltung im Herzen des Skateboardings widerspiegelt.

Der Ort: StudioTrouble™

Kaum ein Ort in Berlin hätte diese Arbeiten besser zeigen können als StudioTrouble™. Die unabhängige Community-Galerie sitzt an der Schnittstelle von zeitgenössischer Kunst und urbaner Kultur und ist seit Langem fest mit der lokalen Skateszene verwoben.

Es ist keine White-Cube-Galerie, die Skateboarding als exotische Außenseiterkunst inszeniert. Es ist ein Ort, an dem sich Künstler, Skater, Fotografen und Kreative denselben Boden teilen; wo die Grenze zwischen Subkultur und Institution wirklich durchlässig ist. Die *Analog Kids*-Ausstellung fühlte sich dort genau richtig an.

Verwurzelt in der Community

Die Infrastruktur des Projekts spiegelte seine Werte wider. Die Kameras wurden nicht per Post verschickt oder in einem zentralen Büro abgeholt – sie wurden in Berlins lokalen Skateshops ausgegeben und zurückgebracht: unter anderem bei Blue Tomato, Barrio Skateshop, Search & Destroy und Titus. Diese Shops sind, wie das Analog Archive es formuliert, keine Läden, sondern die Szene selbst. Sie kennen die Kids, die Spots, das lokale Netzwerk. Die Kameras über sie laufen zu lassen, war ebenso Statement wie logistische Entscheidung.

Das Projekt wurde von einem engen Kreis von Partnern getragen, die seine Haltung teilen: Blue Tomato, Irie Daily, Pixelgrain, Brettretter, Skatesencia, Curare Skateboarding und Menschlabor Design Studio. Das Berliner Kreativstudio hinter dem Archiv.

"Kinder sehen anders – tiefer, ehrlicher, näher dran."

Das ist die These im Herzen von Analog Kids. Wer am 2. Juli vor diesen Fotografien stand, hat sie bestätigt gesehen.

An alle, die vorbeigekommen sind, geschaut, gefragt und mit uns gefeiert haben: Danke. Und an die jungen Fotografinnen und Fotografen – das war eure Show. Das Archiv geht weiter.

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