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Kaufberatung für Snowboardjacken und Skihosen

SNOWWEAR: Alles über Layering , das passende Outfit am Berg und interessante Tipps

Sowohl fürs Snowboarding als auch Freeskiing brauchst du die richtige Bekleidung, um dich nicht um die Witterungsverhältnisse kümmern zu müssen. Die richtige Snowwear besteht aus mehreren wichtigen Schichten. Auf die unterste Schicht, die Funktionsunterwäsche kommt eine weitere isolierende Schicht und als dritte und äußere Schicht eine Snowboard-/ Skijacke und -hose. Diese Schichten halten dich nicht nur warm, sondern auch trocken. Natürlich hängt die Wahl der Outerwear in erster Linie von den Bedingungen ab. Darum geben wir dir einige nützliche Tipps für den Kauf deiner neuen Snowboard- und Freeskibekleidung mit auf den Weg.

  1. Layering & Materialien: jede Schicht ist wichtig
    1. Base layer: Funktionunterwäsche
      1. Merinowolle - Das Fell fürs Gefälle
      2. Polyester & Nylon
      3. Technologien und Schnelltrocknungssysteme
    2. Mid Layer: Isolierungsschicht
      1. Fleece
      2. Insulator Jacken
      3. Hoodies
    3. Third Layer: Außenschicht
      1. Gore-Tex®: extrem wasserabweisend und atmungsaktiv zugleich
  2. Wasserdichte: die Wassersäule gegen eindringende Feuchtigkeit
  3. Atmungsaktivität: die Abgabe von Körperfeuchtigkeit
  4. Winddichte: Schutz vor kaltem Wind bei warmen Temperaturen
  5. Outerwear: Snowboard-/ Skijacke und -hose mit verschiedenen Passformen
    1. Slim oder gar Skinny Fit: die körperbetonte Passform
    2. Regular Fit: mittlere Länge und nicht zu weit geschnitten
    3. Loose Fit: die Passform mit der Extraportion an Weite und Länge
    4. Long Cut: längere Jacken mit regulärer Passform
  6. Die Features von Skijacken und Snowboardhosen
    1. Kapuzen: Schutz für den Kopf
    2. Schneefang: der Schutz beim Übergang von Hose zu Jacke
    3. verstärkter Gesäßbereich und verstärkte Knie bei Snowboard-/ Skihosen
    4. Taschen für Smartphone, Mp3-Player und Geldbörse
    5. Zipper: Reißverschlüsse
    6. Skipasstaschen
    7. Verklebte, verschweißte oder versiegelte Nähte
  7. Handschuhe: das Must-Have am Berg
    1. Fäustlinge: alle Finger unter einem Hut
    2. Handschuhe: volle Flexibilität für alle Finger
    3. Pipe-Handschuhe: die dünneren Brüder von Fäustling und Fingerhandschuh
  8. Die richtige Pflege: so wächst und imprägnierst du deine Snowboard-/ Skijacke und -hose
    1. Imprägnierung: die erneuerbare Schutzschicht
    2. Skijacken und Snowboardhosen in der Waschmaschine

1. Layering & Materialien: jede Schicht ist wichtig.

Bergsteiger waren die Ersten! Mittlerweile greifen aber auch Snowboarder, Skifahrer und Action-Sportler zur Layering Technik. Layering kommt aus dem englischen und bedeutet Schicht oder Lage. Das altbewährte Zwiebelsystem von Mama oder Oma kennt jeder und denselben Gedanken verfolgt auch das Layering. Mehrere Lagen unterschiedlich funktioneller Kleidung bieten den optimalen Komfort während des Sports und unterstützen die Performance am Berg enorm.

Aufbau des Layering:
1. Base LayerBasisschicht


(Funktionsunterwäsche)
2. Mid LayerIsolierungsschicht

(Fleece, Insulators, Hoodies)
3. Third LayerAußenschicht

(Softshells, Outerwear

Das Beste am Layering ist, dass man sich schnell an die stetig ändernden Bedingungen am Berg anpassen kann, um so den optimalen Komfort in jeder Situation zu erhalten. Die Base Layer kümmert sich um das Feuchtigkeits-Management, die Mid Layer schützt dich vor der Kälte und die Third Layer und somit äußere Schicht hält dem Wind, Regen und Schnee stand. Je nach Wetterlage ergänzt man eine Schicht oder lässt sie weg. Zusammen sind die Schichten ein unschlagbares Team und das ist das Schöne am Layering: Man ist schnell und wirksam an die Umgebung angepasst.
In den folgenden Abschnitten erklären wir die einzelnen Schichten und gehen genauen auf Materialien und Technologien ein.

Layering
Layering: Kombiniere Funktionswäsche, Isolierungsschicht & Außenschicht für optimalen Komfort.

1.1 Base Layer: Funktionsunterwäsche

Damit du auch bei eisigen Temperaturen nicht frierst, ist es wichtig, die Feuchtigkeit vom Körper fern zu halten. Dazu gibt es spezielle Funktionsunterwäsche, die trotz körperlicher Anstrengung nicht nur warm, sondern auch trocken hält. Synthetische Materialien – allen voran Polyester – und natürliche Fasern, wie Merino oder Bamboo, ermöglichen diesen Abtransport von Schweiß und halten gleichzeitig warm. Gewöhnliche Baumwollfabrikate können mit ihrer Funktion schon lange nicht mehr mithalten.

Marken wie BurtonArmada oder Quiksilver konnten mit ihrem Polartec® System Gewebestrukturen entwickeln, die das Optimum an Atmungsaktivität und Schnelltrocknung für andauernden Komfort gewährleisten und trotzdem ein angenehmes Tragegefühl bieten.

Vorteile von Funktionsunterwäsche:

  • schweißabtransportierend
  • saugfähig
  • thermoregulierend
  • schnelltrocknend
  • leicht
  • geruchsreduzierend

Funktionsunterwäsche von Funktionsshirts bis Funktionshosen für Damen und Herren
Funktionsunterwäsche liegt als erste Schicht direkt auf deiner Haut auf.

1.1.1 Merinowolle – Das Fell fürs Gefälle!

Merino ist eine vollkommen natürliche Wolle und wird hauptsächlich von Schafen aus Australien, Neuseeland und Südamerika gewonnen. Durch das ganzjährige Fellwachstum der Schafe handelt es sich somit um ein vollständig erneuerbares Produkt.
Verglichen mit traditioneller grober Wolle, sind Merinofasern glatter und feiner und besitzen eine überlegenere Beschaffenheit, sowie ein besseres Hautgefühl.
Die Vorteile von Merino sind: Sie reguliert Temperaturen auf natürliche Art und Weise. Sie temperiert durch Absorbierung und Freisetzung von Feuchtigkeit, hat antibakterielle Eigenschaften, die den Aufbau von Gerüchen reduzieren, und ist extrem atmungsaktiv. Die natürliche Feuchtigkeitsabsorbierung erlaubt der Haut frei zu atmen.

Ortovox verarbeitet hochqualitative Merinowolle für die Base Layer. Merino 185 ist der absolute Allrounder und spendet je nach Außentemperatur die passende Wärme. An besonders kalten Tagen bist du mit Merino 240 inklusive weicher Innenfrottierung als Thermal Layer bestens beraten.
Durch das Rundstrickverfahren erhält die Kleidung eine perfekte Passform und die zonenbezogenen Materialdicken ermöglichen die optimale Wärmeregulierung. In punkto Funktionalität, Design, Qualität und Nachhaltigkeit ist die preisgekrönte Merino Competition einmalig.

Viele Marken setzen auch auf die Kombination von natürlicher Merinowolle und weiteren Textilfasern, um die ideale Funktionalität zu erzielen.
Super.natural kombiniert die Vorteile von natürlicher Merinowolle mit der Technologie von eigens konstruierten Textilfasern, um eine progressive Leistungsfähigkeit für Kleidung zu erreichen, die ohne Kompromisse funktioniert. Die Marke Le Bent setzt auf eine Verbindung von Bamboo Fasern und Merino. Dank weichem Bamboo und warmer Merinowolle fühlt sich die Wäsche auf der Haut fast wie Seide an und ist speziell für Träger & Trägerinnen mit einer Allergie auf 100% Merino super geeignet.

1.1.2 Polyester & Nylon

Der Häuptling oder die Mutter aller Kunstfasern ist wohl Polyester. Ein sehr starkes Material, widerstandfähig und in Bezug auf das Einlaufen und Dehnen, fast unschlagbar. Polyester trocknet wahnsinnig schnell und ist sehr unempfindlich beim Thema Schimmel. Diese Eigenschaften machen die Faser optimal für Funktionsunterwäsche.

Auch Nylon ist ein äußerst robustes und zugleich elastisches Material. Außerdem ist es pflegeleicht und maschinengeeignet. Um die Widerstandsfähigkeit zu erhöhen, wird Nylon oft mit einer zusätzlichen Beschichtung versehen. So generiert man eine höhere Langlebigkeit. Wie Polyester wird auch Nylon in verschiedenen Stärken verwoben. Diese Stärke wird von den Herstellern in Gramm angegeben. „Je höher die Grammanzahl, desto stärker ist das Material.“

Viele Hersteller vertrauen auf synthetisch hergestellten Fasern, da sie mit Strapazierfähigkeit, Langlebigkeit, Kostenfaktor und leichter Reinigung punkten. Selbst in Produkten mit hohen Naturfaseranteilen findet sich Polyester oder Nylon, um die Funktionalität von Stretch oder Atmungsaktivität noch weiter zu erhöhen. Die geruchsneutralisierenden Fasern des Materials sorgen darüber hinaus dafür, dass du deinen Körper bis an seine Grenzen bringen kannst.

1.1.3 Technologien und Schnelltrocknungssysteme

Viele Brands haben für die optimale Funktionalität einiges an technischem Aufwand und Forschung in ihre Funktionsunterwäsche gesteckt.

Das FABdry 2™System von Eivy zum Beispiel lässt die Haut atmen und transportiert Feuchtigkeit dank der Materialzusammensetzung von 88 % Polyester und 12 % Elastan nach außen. Dadurch ist es auch super dehnbar, wodurch du eine enorme Bewegungsfreiheit erhälst. Schluss mit Fusseln - Picture setzt unteranderem auf eine Zusammensetzung von recyceltem Polyester / Polyester / Spandex und verwendet eine Dry Fit Technologie, die warm und trocken hält sowie bequem zu tragen ist. Burton punktet mit baumwollähnlichem DRYRIDE Ultrawick™ Midweight 200 Material, das wissenschaftlich entwickelt wurde, um wärmeraubende Feuchtigkeit vom Körper weg zu transportieren und durch verschiedene Schichten zu leiten. Man bleibt angenehm trocken, warm und happy.

1.2 Mid Layer: Isolierungsschicht - Die goldene Mitte

Wenn das Wetter gut ist, solltest du mit einer Base Layer unter deinem Outfit auskommen. Bei eisigen Temperaturen, Schneefall, Regen oder Wind bist du jedoch über jede zusätzliche Schicht dankbar. Die Isolierungsschicht, bestehend aus Fleece, Insulators oder auch Hoodies, isoliert und hält dich kuschlig warm. Sie liegt nicht direkt auf der Haut auf und bildet somit die Schicht zwischen Funktionsunterwäsche, für die Regulierung der Körpertemperatur und Snowboardjacke oder -hose, für den Schutz gegen die Launen von Mutter Natur.

1.2.1 Fleece – And your body is at peace!

Kuschelig, warm, wohltuend. Einen guten Fleece-Pullover gibt man nicht mehr her!

Baumwolle ist ein natürliches Material. Fleece hingegen wird synthetisch, aus erhitztem Petroleum gewonnen und zu einem Garn verarbeitet. Daraus wird in einem weiteren Prozess das angenehme Material produziert, das wir alle kennen und lieben.
Dieser sehr beliebte Fleecestoff überzeugt durch gute Wärmeisolation, Temperaturregulierung und Geruchsneutralität. Fleece ist ideal als Mid layer fürs Layering geeignet, genauso gut aber auch für verregnete Tage zuhause auf dem Sofa.

Bei Minusgraden ist eine Fleece Mid Layer eine sehr gute Wahl. Aber im Normalfall kein Ersatz für eine richtige Winterjacke, eher eine Ergänzung dazu.
Die mit WindStopper® oder WindWall® gekennzeichneten Produkte sind winddicht, trotzdem atmungsaktiv und funktional – nur bei der Wasserdichte muss man Abstriche machen.

Marken wie The North Face oder Mammut bringen mit Polartec® Thermal Pro® Technologien die Fleece Produkte in Sachen Funktionalität auf ein sehr hohes Level.

1.2.2 Insulator Jacken

Die Zeiten, in denen man in Daunenjacken wie ein Michelin Männchen aussah, sind vorbei. In den letzten Jahren hat sich in der Entwicklung für isolierende Materialien und Jacken einiges verändert. Der Status Quo ist aktuell die Polyesterfaser von PrimaLoft®. Ursprünglich für das Militär entwickelt, bietet PrimaLoft® eine extrem leichte und flache Struktur. Dabei werden Millionen von Luftpartikeln in einem Mikrofasergewebe eingeschlossen. Diese mikroskopischen Luftpartikel stoßen Wasser ab, während sie Hitze einfangen. Dadurch wirst du selbst in den schwierigsten Bedingungen warm und trocken gehalten, sogar nach wiederholtem Waschen ändert sich nichts.

Kein Wunder also, dass Marken wie BurtonPYUA oder Patagonia auf die bewährte PrimaLoft® Isolierung setzen.

Die wasserabweisende, komprimierbare 60 g/m² PrimaLoft® Gold Insulation Eco mit 55 % Recycling-Anteil, die von Patagonia verwendet wird, ist die effizienteste Synthetik-Isolierung und bewahrt selbst im nassen Zustand noch 98 % ihrer Isolierkraft.

1.2.3 Hoodies

Hoodies sind vermutlich in Ihrer Vielfältigkeit und Indivitualität kaum zu übertreffen. Für wärmere Tage spricht nichts gegen einen stylischen Hoodie, doch wir alle wissen: Sobald der Hoodie nass ist, bleibt er nass… oder er gefriert.
Jeder hat einen Lieblings-Shred-Hoodie, doch sobald die Temperaturen fallen, fällt auch die Funktionalität der Hoodies aus Baumwolle. Über die Funktionalität lässt sich streiten - über den Style-Faktor nicht!

1.3 Third Layer: Die Außenschicht

Die äußerste Schicht besteht im Winter aus Snowboardjacke und -hose bzw. Skijacke und -hose. Sie ist die erste Schichte, die mit den schnellwechselnden Launen von Mutter Natur in Kontakt kommt. Bei weniger eisigen Temperaturen kannst du dich gut bei Hardshell- und Softshelljacken bedienen. Stehen dir anstrengende, schweißtreibende Aufstiege bevor, ist eine hohe Atmungsaktivität der Jacke mit integriertem Ventilationssystem ratsam. Geht es im Powder den Hang hinunter, sind Schneefänge und eine hohe Wassersäule wichtig, um das Eindringen von Schnee und Nässe zu verhindern.
Um dir die Auswahl zu erleichtern, erklären wir dir die wichtigsten Features beim Punkt "Die Features von Skijacken und Snowboardhosen" im Detail.

Snowboardjracken
Third Layer: Snowboardjacken

1.3.1 Gore-Tex® Technologie: extrem wasserabweisend und atmungsaktiv zugleich

Gore-Tex® hat wohl am meisten zur Entwicklung in der Snowwear-Industrie beigetragen. Kein anderes Material kombiniert derartig hohe Wassersäulen bei gleichzeitig hoher Atmungsaktivität. Im Wesentlichen wird bei diesem Fabrikat eine Gore-Tex® Membran mit einer High-Performance Nylon- oder Polyesteroberschicht kombiniert. Verschiedene Membrane haben unterschiedliche, zusätzliche Funktionen. Allen gemein ist die „Keep you dry“-Garantie.

Die Gore-Tex® Membran ist der Kern von Snowboard- /Skijacken und -hose. Ihre mikroporöse Struktur gibt dieser Membran die besonders hohe Atmungsaktivität, Wasserdichte und Winddichte. Um die Gore-Tex® Membran für Jacken und Hosen verwenden zu können, wird sie mit einer Innenschicht und einem Obermaterial verbunden. Diese Verbindung nennt sich Gore-Tex® Laminat. Bei der äußeren Schicht kommt eine Imprägnierung zum Einsatz, damit Wasser einfach abperlen kann.
Für verschiedene Anforderungen bietet Gore Tex® verschiedene Fabrikate an. Das Premiumprodukt des Herstellers stellt Gore-Tex® Pro dar, mit maximalem Schutz und Strapazierfähigkeit bei extremen Bedingungen. Gore-Tex® Active ist für Wanderungen und Touring in den Bergen am besten geeignet, denn das Material ist besonders leicht. Für die meisten Fälle bietet Gore-Tex® Produkte mit zwei oder drei Schichten – genannt 2L und 3L – an.

3-schichtiges Gore-Tex® aus Gore-Tex® Laminat verbunden mit Innenfutter
Gore-Tex® 3L: Obermaterial, Membran und Innenfutter sind miteinanderverbunden

2. Wasserdichte: die Wassersäule gegen eindringende Feuchtigkeit

Die Wasserdichte deiner Snowboardjacke und Skihose wird mit der sogenannten Wassersäule angegeben. Wieso geben die Hersteller die Widerstandsfähigkeit gegen Wasser mit einer Säule an? Auf das Material wird ein Zylinder gestellt, der unten geöffnet ist. Hinein kommt Wasser und es kann abgelesen werden, wie viel Wasser nötig ist, bis der erste Tropfen durch das Fabrikat dringt. Die Höhe dieser Säule ergibt den Wasserdruck. Den Wert lesen die Hersteller an der Säule ab. Eine Wassersäule von 20.000 Millimeter bedeutet, dass ab diesem Wasserstand erst Wasser durch das Material kommen kann. Je höher der Wert, desto besser hält deine Jacke oder Hose der Nässe stand. Mit einer hohen Wassersäule hast du auch an verschneiten Powdertagen keine Sorgen. Zusätzlich verstärken die Marken ihre Snowwear mit verschweißten Nähten an kritischen Stellen oder völlig verschweißten sowie verklebten Nähten am ganzen Produkt, damit auch an Schultern, Armen und an den Seiten keine Feuchtigkeit eindringen kann.

Die Angaben zur Wassersäule gehen von 0 mm bis über 20.000 mm:

  • 0 mm bis 5.000 mm: bietet keinen bis geringen Schutz vor Feuchtigkeit
  • 6.000 mm bis 10.000 mm: schützt vor leichtem Regen und Schneefall
  • 11.000 mm bis 15.000 mm: hält dich bei mäßigem Regen und Schneefall noch trocken
  • 16.000 mm bis 20.000 mm: starker Regen und nasser, schwerer Schnee sind kein Problem
  • Über 20.000 mm: genieße Trockenheit bei stärkstem Regen und wildestem Schneefall
Auch der Druck, den du auf das Material ausübst, hat Einfluss darauf, wie lange du trocken bleibst. Beim Snowboarden ist es besonders wichtig, dass deine Hose dem Druck beim Knien und Sitzen im Schnee standhält. Erst um die 10.000 mm Wassersäule kannst du sicher sein, dass deine Sitzpause nicht in einer Wasserlache endet.

Wassersäule oder Wasserdichte von Snowwear für Frauen und Männer
Die Höhe der Wassersäule in Millimeter entscheidet, wann Wasser durch das Material durchdringen kann

3. Atmungsaktivität: die Abgabe von Körperfeuchtigkeit

Einerseits soll dich deine Snowwear vor eindringender Nässe schützen, andererseits soll sie auch Feuchtigkeit abtransportieren. Damit du die Atmungsaktivität verschiedener Hersteller vergleichen kannst, haben sich diese auf eine Norm geeinigt. Die Angabe erfolgt in Gramm Wasserdampf pro Quadratmeter, der in 24 Stunden durch das Material entweichen kann.

5. OUTERWEAR: SKIJACKEN UND SNOWBOARDHOSEN MIT VERSCHIEDENEN PASSFORMEN

Bei den Fits unterscheiden wir bei Blue Tomato zwischen Skinny, Slim, Regular und Loose Fit und geben dir mit Long Cut die Info eines längeren Schnitts an. Natürlich variieren die Fits von Hersteller zu Hersteller – einige Marken schneiden generell engere Fits, andere wiederum weitere. Auch die Bezeichnungen der Passformen sind bei vielen Herstellern verschieden – so fallen zum Beispiel Bezeichnungen wie „Baggy“,„Athletic“ oder „Tailored“. Wir bei Blue Tomato versuchen, die verschiedenen Fits der Hersteller auf unser System zu vereinheitlichen, um eine möglichst geeignete Vergleichsbasis zu schaffen. Natürlich spielen die Größen der Hersteller – neben der Passform – eine entscheidende Rolle. So fertigen einige Marken ihre Skijacken und Snowboardhosen größer als andere. Auch verändern sich die Größen oftmals von Saison zu Saison bei der gleichen Marke.

Armada Outerwear
Loose, Skinny und Regular Fit von Armada

5.1 SLIM ODER GAR SKINNY FIT: DIE KÖRPERBETONTE PASSFORM

Der meist technische Slim Fit macht sich durch die hohe Bewegungsfreiheit besonders gut für Touring. Die Snowboardjacken und Skihosen sitzen eng am Körper und sind in vielen Fällen tailliert und schließen mit der Hüfte ab. Die Hosen sind an den Knien besonders eng und gehen meist unten – im Bereich der Skischuhe oder Snowboardboots – etwas weiter auseinander. Der Skinny Fit ist nochmal enger als die Slim-Variante. Sie liegt hauteng an und stützt dabei deine Gelenke. Diese Schnitte sind sehr modebewusst und sorgen für ein athletisches Erscheinungsbild. Besonders bei Softshell- und Hardshelljacken – manchmal auch bei Ski- und Snowboardjacken – setzen die Hersteller Ortovox, Berghaus, Peak Performance, Mammut, The North Face, und Bergans auf diese körperbetonten Schnitte.

5.2 REGULAR FIT: MITTLERE LÄNGE UND NICHT ZU WEIT GESCHNITTEN

Der Regular Fit bietet mehr Platz als eine Slim-Passform. So kannst du problemlos den Zwiebel-Look rocken mit Funktionsunterwäsche, Fleecejacken oder normalen Pullovern und Hoodies. Auch wenn du nur ein Shirt darunter trägst, trägt der Fit nicht unnötig auf. Wenn du deine Arme in die Luft streckst bleibt eine Regular Fit-Jacke zumindest auf Hüfthöhe. Somit zieht dir keine kalte Luft den Rücken hinauf zum Nacken, wenn du dich bewegst. Hosen mit regulärer Passform sind gerade geschnitten. Hier hast du nicht das Problem, dass deine Hose eventuell nicht mehr über Skischuhe oder Snowboardboots passt.

5.3 LOOSE FIT: DIE PASSFORM MIT DER EXTRAPORTION AN WEITE UND LÄNGE

Den weitesten Schnitt bietet dir der Loose Fit. Hier kannst du neben den Schichten auch Protektoren für Knie und Crash Pants darunter tragen. Mehr Platz an den Armen und am Körper sowie üblicherweise ein längerer Schnitt als der Regular Fit sind die markantesten Unterschiede. Auch die Hosen sind an der Hüfte sehr großzügig geschnitten und du hast viel Platz an Oberschenkel, Knien und Waden. Im Bereich Freestyle Ski und Snowboard ist diese Passform am ehesten zuhause. Wenn der Schritt der Hose tiefer und die Jacke näher in Richtung Knie wandern soll, bist du bei diesem Baggy Fit besonders gut beraten. Natürlich kannst du bei anderen Fits auch variieren und einfach ein bis zwei Nummern größer tragen, um einen Baggy Style zu erreichen.

5.4 LONG CUT: LÄNGERE JACKEN MIT REGULÄRER PASSFORM

Wenn du einfach auf längere Schnitte stehst und nicht unnötig um die Hüften auftragen willst, bist du mit dem Long Cut sehr gut beraten. Die Passform ähnelt in Bezug auf die Weite einem Slim bis Regular Fit, jedoch mit zusätzlicher Länge – meistens über dein Gesäß. Beim Snowboarden macht sich das besonders gut, wenn du viel im Schnee sitzt, da du eine zusätzliche Schutzschicht vor eindringender Feuchtigkeit hast. Im Trend sind auch taillierte Schnitte, die nach der Hüfte wieder etwas weiter werden, um die Beinfreiheit nicht einzuschränken. Colour Wear, Airblaster und Armada setzen verstärkt auf diese Passform, auch die traditionellste Snowboardmarke Burton führt Snowboardhosen und -jacken mit längerem Schnitt.

Marco Concin

Softgoods Buyer Men bei Blue Tomato
„Wenn es um die aktuellsten Trends in Sachen Snowboardjacken und Snowboardhosen geht, weiß unser Einkauf bestens Bescheid. Dieses Jahr bist du bei eisigen Temperaturen mit einer Latzhose gut beraten, denn sie schützt dich bis zur Brust hinauf vor Schnee und eindringender Feuchtigkeit. Bei vielen Herstellern findest du abgestimmte Kombis aus Jacke und Hose.“

6. Die Features von Skijacken und Snowboardhosen

Nicht nur das Material ist ausschlaggebend für deine neue Snowwear, denn du willst damit ja auch für einen ganzen Tag am Berg gerüstet sein. Dazu braucht es verschiedene Taschen, einen Schneefang, Verstärkungen an Knie und Gesäß, Ventilationsöffnungen und Reißverschlüsse. Durch kleine aber feine Unterschiede kannst du deine Outerwear auf so ziemlich alle Witterungsverhältnisse anpassen und mit den passenden Taschen noch kleine Stärkungen sowie Getränke mitführen.

6.1 Kapuzen: Schutz für den Kopf

Verschiedene Features machen Kapuzen gemütlicher, schützend und verstellbar. So kannst du manche Kapuzen einfach von der Jacke mit einem Reißverschluss abnehmen und bei Bedarf wieder anzippen. Durch Kordeln kannst du die Kapuze auf deine Vorlieben einstellen und manchmal sogar einrollen und in einer Tasche am Rücken der Snowboardjacke verstauen. Im Einsatz sollte die Kapuze nicht über deine Stirn hinaus reichen und idealerweise im Kinnbereich geschlossen werden.

Kapuze einer Skijacke von Burton für Damen und Herren
Verstellbare Kapuze einer Snowboardjacke

6.2 Schneefang: der Schutz beim Übergang von Hose zu Jacke

Der Schneefang bei Jacken verhindert, dass Schnee sowie Feuchtigkeit an deinen Körper kommt. In manchen Fällen kannst du Snowboardjacken und Skihosen miteinander verknüpfen, damit es keinen Spalt mehr gibt, wo sich Schnee und Nässe sammeln kann. Das garantiert optimalen Schutz, besonders wenn du deine Powderlines ziehst. Wer kennt das nicht, wenn der Schnee in jede freie Öffnung von Jacke und Hose eintritt und dir das eiskalte Wasser den Rücken runter läuft.

Schneefang einer Snowboardjacke von Burton für Damen und Herren
Abnehmbarer Schneefang einer Snowboardjacke

6.3 Verstärkter Gesäßbereich und verstärkte Knie bei Snowboardhosen

Im Gesäßbereich und an den Knien sind verstärkte Materialien und Nähte von Vorteil, weil diese Stellen werden beim Snowboarden sehr stark beansprucht und sind anfällig für Eintritt von Feuchtigkeit. Die Verstärkung funktioniert in der Regel durch zusätzliche Aufnäher, stärkere Materialien oder dickere Gewebe.

Skihose mit verstärktem Gesäßbereich für Damen und Herren
Skihose mit verstärkten Nähten am Gesäß

6.4 Taschen für Smartphone, Mp3-Player und Geldbörse

Moderne Fahrerinnen und Fahrer haben ein großes Verlangen nach Platz für Handy, iPod, Schlüssel, Sonnencreme, Goggle, Snow Tool, ein Extrapaar Handschuhe und eine zusätzliche Beanie. Die Snowear-Hersteller wie Zimtstern, Roxy, DC oder Oakley gehen diesem Trend nach und bieten Jacken und Hosen mit riesigem Platzangebot an. Bei einem Tagesausflug ist es jedoch weniger ratsam, alle Taschen mit unnützen Gegenständen zu füllen, denn auch Kleinvieh macht Mist. In diesem Fall erhöht sich das Gewicht deiner Outerwear sehr stark.

Media Pocket für Smartphones einer Skijacke von Burton für Damen und Herren
Media-Tasche einer Skijacke für dein Smartphone oder deinen Mp3-Player

6.5 Zipper: Reißverschlüsse

Die Zipper deiner Snowboardjacke und Skihose sind keine gewöhnlichen Reißverschlüsse, denn sie sollten bei einer hohen Wassersäule ebenfalls wasserabweisend sein, damit an dieser kritischen Stelle auch kein Wasser eindringen kann. Noch dazu schützen sie dabei auch vor ungewollter Kälte, weil der Wind nicht durchdringen kann. Der Reißverschlusshersteller YKK bietet verschiedene Varianten seiner Zipper an, die besonders wasserundurchlässig sind.

Verschweißte Zipper einer Snowboardjacke von Burton für Frauen und Männer
Zipper einer Snowboardjacke

6.6 Skipasstaschen

Auf den meisten Skibergen findest du bereits elektronische Skipässe, die du nicht mehr beim Drehkreuz einstecken musst, sondern einfach an den Scanner hältst. Das Prinzip funktioniert durch das Gewebe deiner Outerwear hindurch. Die Hersteller haben eigene Passtaschen dafür gefertigt, in denen deine Chipkarte Platz findet. Meistens sind diese Pockets durchsichtig und an gut zu erreichenden Stellen platziert, damit du dich in der Warteschlange nicht verrenken musst, um am Drehkreuz vorbei zu kommen. Diese transparenten Taschen machen sich am besten an Ärmeln, der Brust oder der Hüfte.

Snowboardjacke von Burton mit Skipass Tasche für Damen und Herren
Skipass-Tasche einer Snowboardjacke

6.7 Verklebte, verschweißte oder versiegelte Nähte

Damit du auch im tiefsten Powder keine Angst vor eindringender Feuchtigkeit haben musst, sollten deine Nähte verklebt, verschweißt oder versiegelt sein. Die winzig kleinen Löcher der Nähte ermöglichen es, dass Wasser durch die Shell in die Membran oder sogar bis auf deine Haut vordringen kann. Die Behandlung der Nähte an kritischen Stellen oder sogar an der ganzen Jacke und Hose hält dich zu 100% trocken. Bei Gore-Tex® nennt sich diese Technologie Seam Sealing und wird durch das Gore-Seam® Tape erreicht.

Zipper einer Tasche für Snowboardjacken und Skihosen für Frauen und Männer
Wasserdichter Reißverschluss einer Tasche

7. Snowboardhandschuhe: das Must-Have am Berg

Wer hat es nicht schon einmal erlebt: der Tag am Berg ohne Handschuhe – auch bei frühlingshaften Temperaturen – kann zur echten Qual werden. Handschuhe schützen dich nicht nur im Winter vor den eisigen Temperaturen, sondern halten deine Finger auch geschützt vor Schnee. Wenn du mit hoher Geschwindigkeit die Piste oder den Park hinunterheizt, kann es ziemlich schmerzhaft sein, mit den Händen in den Schnee zu greifen. Für die verschiedenen Geschmäcker unterscheiden wir bei Blue Tomato drei Arten von Handschuhen:

  1. Fäustlinge
  2. Handschuhe
  3. Pipe-Handschuhe

Snowboardhandschuhe in Form von Fäustlingen für Damen
Fäustlinge für kalte Außentemperaturen

7.1 Fäustlinge: alle Finger unter einem Hut

Bei den Fäustlingen steckst du alle Finger in den Handschuh und nur der Daumen lässt sich unabhängig von den anderen Fingern bewegen. Diese Form isoliert deine Hände am besten vor eindringender Nässe, weil sie die wenigsten Nähte aufweist. Einzige Einschränkung ist die fehlende Bewegungsfreiheit der Finger, die es etwas schwerer macht, deine Snowboardboots oder deine Skibrille mit angezogenen Fäustlingen zu justieren. Mit einem Hybridhandschuh – Zeigefinger und Daumen kannst du frei bewegen, die restlichen Finger befinden sich wie bei Fäustlingen zusammen – schaffst du Abhilfe für dieses Problem.

7.2 Handschuhe: volle Flexibilität für alle Finger

Fingerhandschuhe schützen auch vor Feuchtigkeit und Kälte, können das aber nicht so gut wie Fäustlinge. Schuld daran sind die vielen Nähte an den Fingern, die auf Dauer nicht 100% dicht halten. Dafür genießt du die maximale Bewegungsfreiheit aller zehn Finger.

5-Finger Handschuhe für mehr Beweglichkeit
5-Finger Handschuhe für mehr Beweglichkeit

7.3 Pipe-Handschuhe: die dünneren Brüder von Fäustling und Fingerhandschuh

Die sogenannten Pipe Gloves können sowohl Fäustlinge als auch Fünffingerhandschuhe sein. Sie sind in der Regel dünner. Das bedeutet vor allem, dass sie mit keinen zusätzlichen Isolierungsschichten ausgestattet sind. Das macht sie zu den perfekten Partnern für Frühjahr-Shredding. Darüber hinaus hast du mit ihnen mehr Gefühl in den Händen – besonders in den Fingern – und du kannst deine Grabs einfacher ausführen. Sie übernehmen manchmal auch die Rolle eines Innenhandschuhs, dann hast du zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen und kannst am Berg – je nach Temperatur – variieren.

Pipe Gloves, 5-Finger Handschuhe oder Fäustlinge - du entscheidest!
Egal, ob Pipe Gloves, 5-Finger Handschuhe oder Fäustlinge - du entscheidest, was du brauchst!

8. Die richtige Pflege: so wäschst und imprägnierst du deine Skihose oder Snowboardjacke

Moderne Funktionsmaterialien halten über Jahre, aber nur wenn du sie richtig pflegst. Bevor du jedoch mit der Pflege beginnst, beachte die Herstellerangaben auf dem Etikett. Wie wir dir schon weiter oben näher gebracht haben, nutzen sich Beschichtungen mit der Zeit ab. Das bedeutet für dich, deine Jacke oder Hose sind nicht mehr wasser- und schmutzabweisend. Diesen Schutz der Natur- oder Kunstfasern kannst du einfach erneuern, indem du deine Snowwear imprägnierst.

Imprägnierung von Snowwear mit Waschmittel und Sprays
Waschmittel und Sprays zur Imprägnierung von Skijacken und Skihosen

8.1 Imprägnierung: die erneuerbare Schutzschicht

Neue Hosen und Jacken sind im Regelfall bereits imprägniert. Wie kannst du sehen, ob es Zeit ist, deiner Snowwear Aufmerksamkeit zu schenken? Das ist ganz einfach: Wenn das Wasser auf der Oberfläche nicht mehr abperlt oder deine Outerwear in der Regel bereits mehr als drei Waschgänge hinter sich hat. Zur Imprägnierung gibt es spezielle Waschmittel und Sprays für Sporttextilien.

8.2 Skijacken und Snowboardhosen in der Waschmaschine

Deine Funktionsmaterialien wäschst du am besten mit Spezialwaschmittel, das im besten Fall auch noch genau auf das Material abgestimmt ist. Ob deine Snowboardjacke und -hose einen Schleudergang in der Waschmaschine, dem Wäschetrockner und das Bügeln überleben, verrät dir das Etikett mit den Herstellerangaben. Auch wenn alles auf deine Bekleidung zutrifft, ist Vorsicht geboten. Niedrige Schleudertouren, schonendes Trocknen und geringe Temperaturen beim Bügeln peppen deine Outerwear wieder auf und machen sie auch optisch fast wie neu.

Tipp zum Waschmittel

„Handelsübliche Waschmittel und Weichspüler sind für Funktionsmaterialien schlichtweg nicht geeignet!“