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Longboard Decks von Cruising bis Downhill bei Blue Tomato

Das Longboard Deck

Aller Anfang ist schwer – diesen machen wir dir mit unserer Beratung leichter. Bevor du dir Gedanken über die anderen Bestandteile deines Longboards machst, sieh dir erst einmal die verschiedenen Boardtypen an. Vielleicht findest du bereits hier deine Lieblingsdisziplin. Auch wenn du ganz einfach ein neues Deck ausprobieren willst, bieten wir dir das grundlegende Know-How zur Thematik.

  1. Der Aufbau: das richtige Holz und weitere Technologien
  2. Downhill: mit Top Speed den Berg hinab
  3. Freeride: stylische Einlagen in engen Kurven
  4. Cruising und Carving: der Spaß kommt auch auf Geraden nicht zu kurz
  5. Freestyle und Boardwalking
  6. Profiles: Rocker und Camber
  7. Shapes: direktional und symmetrisch
  8. Concave: die Wölbung zwischen Nose und Tail
  9. Kick Tail: Skateboard Flair am Longboard
  10. Wheel Aussparrungen und Radkästen
  11. Deck Styles hinsichtlich der Montage
  12. Deck Flex: Die Fähigkeit des Biegens
  13. Griptape für die Haftung am Deck

Der Aufbau: das richtige Holz und weitere Technologien

Longboard Deck Schicken aus Holz und Fiberglas

Das Herzstück deines Setups besteht grundsätzlich aus sieben bis acht Lagen Holz. Robuste Holzarten wie Ahorn und Birke verwenden fast alle Hersteller. Einige Boards beinhalten spezielle Materialien wie Fiberglas oder Carbon, die das Brett robuster oder leichter machen.

Auf dem Vormarsch befindet sich Bambus – da es äußerst leicht und flexibel ist. Die Kombination aus Bambus und Ahorn vereint perfekten Flex mit maximaler Haltbarkeit. Kurvenreiche Strecken und solide Geschwindigkeiten kannst du damit gleichermaßen genießen. Ein Deck aus beiden Holzarten ist noch dazu dünner als konventionelle Ahornkonstruktionen und damit leichter.

Zusätzlich zum Holz verwenden die Hersteller auch Materialien wie Fiberglas. Stabilere Decks mit besseren Federeigenschaften sind das Ergebnis der Fusion. Der Einsatz von Fiberglas minimiert die Dicke des Brettes – eine ganze Holzschicht kann ersetzt werden. Noch dazu bleibt der Pop – die Sprungkraft – eines Cruisers stets knackig.

Welche Deckform die richtige für dich ist, erfährst du im nächsten Abschnitt – von Longboard Decks für technische Showeinlagen bis hin zu Höllenritte talwärts.

Longboard Riding Styles von Downhill über Cruising bis Freeride

Downhill: mit Top Speed den Berg hinab

Die mit Abstand gefährlichste Longboard Disziplin stellt Speedboard oder auch Downhill dar. Mit Geschwindigkeiten bis zu 100 Kilometern pro Stunde solltest du sehr geübt sein und die technischen Grundlagen – sowie dein Brett – beherrschen. Knieschoner und Ellenbogenschoner, darunter Slide Gloves – Handschuhe mit Plastikscheiben, mit denen du über die Straßenoberfläche gleiten kannst – gehören hier zur Grundausstattung. Auf befahrenen Straßen kann das sehr gefährlich sein und ist nur für Fortgeschrittene und Experten zu empfehlen. Das Downhill Brett ist viel steifer als bei anderen Fahrstilen, was für mehr Stabilität bei hohen Geschwindigkeiten sorgt. Auch der Abstand von der hinteren bis zur vorderen Achse ist größer, was dir mehr Balance verleiht. Bei geringerem Speed lässt sich das Brett dafür um einiges schwerer steuern.

Freeride: stylische Einlagen in engen Kurven

Freeriding Longboards sind eine leichter zugängliche Form des Longboardens als Downhill. Hier geht es weniger um den Top Speed, als um kreative Einlagen wie Slides. Für die Balance verwenden die Fahrer auch hier Slide Gloves, mit denen sie mit der Hand über den Asphalt gleiten. Beim Freeride fährst du die Kurven mit Slide-Einlagen, spinst dein Board und wechselst auch mal zur Switch Stellung. Experten performen Slides sogar in aufrechter Position (Stand Up Slide), ohne Hilfe der Hände.

Cruising und Carving: der Spaß kommt auch auf Geraden nicht zu kurz

Aggressive Downhill Fahrten sind nicht für jedermann. Longboarden, sowie Skateboarden sollte Spaß machen. Wenn du lieber auf gemütliches Cruisen auf leichten Hängen, den Straßen und Gehsteigen bevorzugst, findest du in Cruising und Carving deine große Liebe. Jede Boardvariante kannst du zum Cruisen oder Carven verwenden – du entscheidest was dir gefällt. Viele Fahrer wählen ein längeres Brett mit mehr Flex und weicheren Achsen, sowie Rollen. Das ist besonders bei langem Pushen zu empfehlen, wodurch du mit geringem Aufwand schnell Speed bekommst.

Freestyle und Boardwalking

Freestyle und besonders Boardwalking sind die kreativsten Longboard Disziplinen. Einerseits sind sie perfekt für Einsteiger geeignet, die damit das richtige Boardgefühl bekommen. Andererseits verlangen sie bei sehr technischen Manövern sogar von Profis alles ab. Beim Boardwalking, oder auch Dancing, veränderst du deine Stellung am Board während das Brett rollt, ähnlich wie beim Surfen. Sogar Fliptricks wie Shuv-Its oder Kick Flips kannst du mit diesen Twin-Brettern hinzaubern. Die kurzen Kicktails an beiden Enden machen es möglich.

Profiles: Rocker und Camber

Bei der Form tun es die Longboards den Snowboards und Freeskis gleich – Camber und Rocker sind gängige Profiles. Camber Bretter – mit positiver Vorspannung – sind nach oben gebogen. Wenn du das Deck von der Seite ansieht, merkst du das. Dieser Shape kommt oftmals bei Carving-Decks zum Einsatz, weil er dir das Ansätzen von Schwüngen erleichtert. Der Rocker – negative Vorspannung – verringert den Abstand zum Boden. Der tiefere Schwerpunkt erhöht die Stabilität und das Fahren fällt einfacher.

Longboard Camber und Rocker Profile

Shapes: direktional und symmetrisch

Longboards gibt es in zwei verschiedenen Shapes, die für Anfänger, sowie Experten gleichermaßen geeignet sind. Auf der einen Seite gibt es den direktionalen Shape – lässt sich nur in eine Richtung fahren. Auf der anderen Seite steht der symmetrischer Shape (Twin) – fährt sich in beide Richtung exakt gleich.

Symmetrischer und direktionaler Longboard Shape

Concave: die Wölbung zwischen Nose und Tail

Auch von vorne betrachtet weisen Longboard Decks eine spezifische Form auf: die Concave. Grundsätzlich unterscheidet der Sport auch hier zwei Arten:

  • Standard Concave und
  • Mellow Concave.
Die High Concave ist im Wesentlichen eine Standard, nur stärker gebogen. Seit einiger Zeit hat sich eine weitere Form etabliert: die W-Concave. Sie ist für die weniger Entscheidungsfreudigen, weil sie den Kompromiss aus Standard und Mellow darstellt. Grundsätzlich gilt: Je höher die Wölbung, desto mehr Druck bringst du auf die Kanten.

Longboard Concaves von Standard bis Mellow

Kick Tail: Skateboard Flair am Longboard

Die aufgebogenen Enden des Skateboards finden sich auch beim Longboard wieder. Sie ermöglichen dir das Brett anzuheben, einen Ollie zu machen und schnellere Kurven zu fahren. Unterscheiden lassen sich Longboards mit Kick Tail

  • auf einer Seite (bei direktionalen Deckshapes) und
  • auf beiden Seiten (bei symmetrischen Boardshape).

Cruiser Kicktail bei Longboard Decks

Wheel Aussparrungen und Radkästen

Sogenannte Cut-Outs und Wells für die Rollen verhindern Wheel Bites – bei dem die Wheels in den Kurven das Deck berühren. Sollte das passieren, wirst du stark abgebremst oder vom Brett abgeworfen. Mit Aussparrungen (Cut-Outs) kannst du die wildesten Kurven fahren, weil die Rollen das Board nicht berühren. Radkästen (Wells) erlauben dir enge Kurven ohne Wheel-Board-Kontakt, außer deine Achsen sind zu niedrig oder deine Rollen zu groß.

Deck Styles hinsichtlich der Montage

Der Style deines Decks entscheidet darüber wie stabil es ist, wie leicht du damit bremsen kannst und wie einfach du damit Pushen kannst. Die Grundregel lautet: Je höher das Board, desto höher ist dein Schwerpunkt. Das führt zu weniger Stabilität und schnellerer Ermüdung beim Pushen und Bremsen. Auf der anderen Seite sind niedrigere Bretter ruhiger beim Fahren, machen allerdings schnelle Turns schwieriger. Die fünf gängigsten Ausführungen sind

  • Top Mount,
  • Drop Through,
  • Drop Deck und
  • Double Drop.

Top Mount: die Montage von unten

Top Mount Longboard Deck mit Achsen und Wheels

Der traditionellste und günstigste Style ist der Top Mount. Die Achsen montierst du bei diesem Deck von unten, damit ist dein Schwerpunkt höher als bei anderen Styles. Die geringere Stabilität der Konstruktion hat dafür besseres Fahrverhalten in schnellen Kurven. Diese Eigenschaften machen das Deck zum Allrounder für Cruising und Carving, Downhill, sowie Freeride und Freestyle.

Drop Through: die Montage von oben

Drop Through Deck mit Longboard Trucks und Rollen

Beim Drop-Through-Prinzip werden die Achsen durch das Deck montiert. Das legt das Board um eine Deckbreite tiefer als beim Top Mount. Durch die erhöhte Stabilität und Laufruhe, ermüdest du beim Pushen auch nicht so schnell. Ein Grund dafür, dass du das Longboard perfekt für weite Distanzen, Freeride oder Downhill nutzen kannst.

Drop Deck: Lass dich vom befremdlichen Aussehen nicht täuschen

Drop Plattform Deck mit Achsen und Longboard Wheels

Die Drop Decks sind so geformt, dass deine Füße unter dem Niveau des Achsmontagepunktes sind. Das ist eine effektive Methode um den Schwerpunkt nach unten zu verlegen, sodass du mehr Stabilität bei hohem Tempo hast. Beim Downhill und vereinzelt beim Freeride findest du diese Art von Deck. Die Achsen werden bei diesen Brettern von unten montiert.

Double Drop – tief, tiefer am tiefsten

Double Drop Board mit Rollen und Trucks

Den geringsten Bodenabstand hast du mit Double Drop Decks. Sie setzen sich aus

  • Drop Through Achsen und
  • einem Drop Deck Style
zusammen – zweimal Drop. Das Brett hat die stabilsten Fahreigenschaften, ist aber eher selten anzutreffen. Die Form ist perfekt abgestimmt auf die Ansprüche des Downhillen.

Deck Flex: Die Fähigkeit des Biegens

Bretter gibt es mit unzähligen Flex Angaben, die durch Faktoren wie Material, Laminate, Länge und Concave beeinflusst werden.

Flex Eigenschaften Einsatzgebiet
Soft
  • Perfekte Stoßdämpfung auf rauen Straßen
  • Sehr instabil bei mittleren bis hohen Geschwindigkeiten
  • Super zum Cruisen und für einfache Board Tricks
Medium
  • Bleibt relativ stabil bei hohem Tempo
  • Federartiges Gefühl unterstützt dich beim Pushen und Carven
  • Gute Stoßdämpfung auf unebenen Straßen
  • Super zum Carven und Cruisen bei mittlerer Geschwindigkeit
Stiff
  • Absolut stabil bei hohem Speed
  • Nur auf ebenen Straßen fahrbar
  • Exzellente Wahl für Downhill und schnelles Freeriding

Griptape für die Haftung am Deck

Konventionelle Griptapes kannst du einfach mit der selbstklebenden Seite auf die Oberfläche deines Longboards kleben. Überstehendes Tape entfernst du mit einer Feile oder einem Teppichmesser. Es gibt sie mit verschiedenen Körnungen und in verschiedenen Farben. Einige Hersteller bedienen sich auch Griptapes die aufgesprüht werden.