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Einmal Molukken und zurück bitte!

Unsere Teamriderin Lisa Veith war zum Surfen an einem ganz besonderen Ort; den Molukken. Eine recht unbekannte indonesische Inselgruppe angesiedelt zwischen Sulawesi und Neuginea, die mit glasklarem Wasser und leeren Line-Ups lockt. Sie hat uns nicht nur ihre persönlichen Urlaubsfotos überlassen, sondern auch von ihrer abenteuerlichen Reise berichtet: 

Molukken? Wo zum Henker sind die eigentlich? Ach ja, rechts von Sulawesi…

Ich wusste es natürlich auch nicht, aber genau das ist doch der Reiz an einem spontanen Trip. Zufälligerweise war noch ein Platz auf dem Boot, SamaSama genannt, frei, das für die nächsten zwei Woche sieben Jungs und mich beherbergen sollte.
Meine Jungs sollte ich aber erst am Boot treffen, weil sie direkt aus Bali anreisten. Die Anreise musste ich also ganz alleine bewältigen… sollte spannend werden!


Mit dem Pennyboard kommt man am Flughafen um einiges schneller voran.  

Auf Grund der Flugzeiten musste ich am Hinweg zwei Übernachtungen miteinberechnen, in Singapore und Manado! Der erste Zwischenstopp war elegant; feines Hotel, cruiserfreundliche Gehwege und die Bowllandschaft des Skateparks konnte ich auch testen, wenn auch nur mit meinem Pennyboard, das ich bis Singapore sogar im Handgepäck mitnehmen durfte.


Bowllandschaft in Singapore.  

Am nächsten Tag ging es gleich weiter über Jakarta nach Manado/Sulawesi. Ab Jakarta war ich nur mehr unter Indonesiern und stach mit meiner noblen, österreichischen Winterblässe etwas heraus. Wir erreichten Manado mitten in der Nacht und da mein nächster Flug schon um 6 Uhr morgens ging, beschloss ich, dass sich ein Hotel nicht auszahlen würde und ich die paar Stunden einfach am Flughafen verbringen würde. Tja, dass dieser jedoch über Nacht schließt und ich so gezwungen war fünf Stunden auf dem Fliesenboden vor dem Flughafengebäude zu verbringen, konnte niemand wissen. Da wusste ich auch noch nicht, dass das erst der Anfang meines Manado-Intermezzos sein sollte… Es dämmerte mir, als ich endlich im Flieger saß und eben dieser nach einigen Sekunden auf der Startbahn plötzlich umdrehte und uns wieder zurück zum Gate brachte. Flug wetterbedingt verschoben, Abflug ungewiss! Aber was soll‘s, Dinge die man nicht ändern kann, muss man akzeptieren, also ging‘s erst mal ab in die Lounge für ein ordentliches Frühstück!


Die SamaSama von oben.  

Zu Mittag ging es dann endlich los in Richtung Kau! Dort angekommen, wartete schon ein Taxi auf mich, das mich in anderthalb Stunden nach Tobelo zum Hafen, und somit endlich zur SamaSama bringen sollte. Allerdings hatte der Fahrer leider keine Gurte für den Boardtransport, also musste ich mein Surfboard selber halten… Ihr könnt euch gar nicht vorstellen wie froh ich war, nach dieser Odyssee endlich meine Jungs zu sehen und am Ziel angekommen zu sein!


Lisa ist sichtlich erfreut ihre Jungs zu sehen.  

Übernachtig, verjetlagged aber super happy ging es dann gleich zur ersten Surfsession mit meinem brandneuen Lib Tech Aireola. Testergebnis: 5 Daumen hoch! Am Abend dann noch eine weitere Sesh und dann endlich das erste After-Surf-Bier am Sonnendeck mit Blick auf den Sonnenuntergang. Was für ein Genuss nach drei stressigen Tagen Anreise!


Lisa beim Sprung ins glasklare Wasser.  

Aber alle Strapazen waren spätestens nach dem glassy Morningsurf wieder vergessen! Im Gegensatz zu meinem Surftrip auf den Malediven surften wir fast ausschließlich Linkswellen, mich als Goofy-Surfer störte das natürlich kaum ;) Das Line-Up hatten wir immer für uns, wir begegneten keinen anderen Surfern. Nur ein paar Quallen kamen uns in die Quere, aber über irgendetwas muss man ja jammern können. Sonst war nämlich alles perfekt: Wellen fein, Wetter fein, Essen hervorragend und viel Spaß mit den Jungs!
Bis auf ein paar Riffkratzer und einem Cut auf der Nase gab‘s auch keine medizinischen Zwischenfälle. Jedoch musste ich zwei Einheimische versorgen, nachdem sich herumgesprochen hatte, dass eine Ärztin auf dem Boot ist, das vor dem Dorf ankert.   


Wellen gab es genug auf den Molukken.  

Nach einer Woche abseits jeglicher Telefonnetze und reichlich Surfsessions ging es wieder zurück Richtung Tobelo und noch weiteren feinen Surfspots in der Nähe. Gegen Ende waren wir alle schon ziemlich ausgesurft, kein Wunder, 2 bis 3 Sessions täglich zehren schon an den Kräften, obwohl man sich schnell an den Surf-Eat-Sleep-Repeat Rhythmus gewöhnt.


Lisa in Action.  

Die Rückreise war dann im Vergleich zur Anreise ein Katzensprung: Tobelo-Graz in 24 Stunden!
Auch wenn es insgesamt nur 14 Tage waren, kam es mir dank der vielen Eindrücke und der vielen gesurften Wellen deutlich länger vor. Den Aufwand war dieser Trip auf jeden Fall wert und es wird bestimmt nicht mein Letzter zu den Molukken gewesen sein! Das nächste Mal aber vielleicht mit Hotel in Manado, anstatt Fliesenböden ;)

Eure Dr. Lisa