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Kaufberatung für All-Mountain und Freeride Ski

All-Mountain und Freeride Ski: vom Allrounder zur Powderlatte

All-Mountain Ski sind für den ganzen Berg gedacht und schränken dich nicht ein. Ganz nach der Devise „Komme was wolle“ bist du mit der Shape und den Maßen dieser Ski für Park, Piste und Powder mehr als gewappnet. Ob Carving auf präparierten Pisten oder Lines im weichen Schnee abseits der Piste – All-Mountain Ski trotzen alle Bedingungen. Sollten der Park sowie die Piste dann doch mal richtig verschneit sein, nimmst du dir am besten gleich die breitesten Freeride Ski zur Hand und ziehst erste Lines durch unbefahrene Hänge. Mit diesem Guide bist du für die schneereichen Monate bestens beraten!

  1. All-Mountain Ski: der Freeski für jedes Terrain
    1. All-Mountain Shape: die Form deines All-Mountain Ski
    2. All-Mountain Profil: Camber und Rocker für Vielseitigkeit in jedem Terrain
    3. All-Mountain Ski erhältlich bei Blue Tomato
  2. Freeride Ski: die Freiheit, den Berg zu bezwingen
    1. Freeride Shape: breite Bretter, großer Radius und viel Auftrieb
    2. Freeride Profil: ein Rocker für mehr Auftrieb
    3. Freeride Ski erhältlich bei Blue Tomato

1. All-Mountain Ski: der Freeski für jedes Terrain

Mit den All-Mountain Skiern beschränkt sich dein Einsatzgebiet nicht nur auf Park oder Powder. Auf und abseits der Piste setzt du deine Turns. Ausflüge in den Park oder auf Kickern im Backcountry sind mit diesen etwas breiteren Twin Tips ebenfalls kein Problem. Wenn du auf der Suche nach einem Ski für den gesamten Berg bist, sind All-Mountain Ski, wonach du suchst.

All-Mountain Cruising auf der Piste von Eric Pollard. Foto: Dan Brown
All-Mountain Cruising auf der Piste von Eric Pollard. Foto: Dan Brown

1.1 All-Mountain Shape: die Form deines All-Mountain Ski

Typische Taillenbreiten für All-Mountain Ski beginnen bei 80 mm und gehen bis zu 110 mm, da sich diese Ski überall zuhause fühlen sollen. Die ideale Version dieser Ski haben guten Kantenhalt auf eisigen Pisten, aber dennoch die Form, das Profil und den Flex, um abseits der Piste zu bestehen. Allerdings gibt es auch hier verschieden Varianten. Manche Profile sind breiter und manche schmaler. Die breiteren eignen sich mehr für Powder, während sich schmalere Profile auf hartem Schnee eher eignen. Breitere Ski büßen dabei etwas an Geschwindigkeit ein. Wenn du also Ski für wirklich jedes Terrain willst, solltest du nicht super breite Ski kaufen.

Von unseren All-Mountain Ski hier bei Blue Tomato haben viele ein Directional oder auch Directional Twin Shape. Bindungen sollten generell mit einem Setback von mindestens 2cm Abstand von der Mitte des Skis für Directional Twin und bis zu 6 cm für ein Ski mit einem Directional Profil montiert werden. Der Setback garantiert ein stabileres Fahrverhalten bei höheren Pistengeschwindigkeiten und sorgt für genügend Auftrieb im vorderen Teil des Skis. Wenn du dir nicht sicher bist, wie du deine Bindung montieren sollst, suche nach der empfohlenen Vorgabe des Herstellers auf den Skiern. Dieser Bereich zeigt dir, wo die Bindung geplant war und auf ihr basieren alle weiteren Herstellerberechnungen.
All-Mountain Ski haben für gewöhnlich einen Radius von rund 15 bis 25 Metern. Ein kürzerer Radius reagiert schneller und fährt sich verspielter, wohingegen sich ein längerer Radius kräftiger und gedämpfter anfühlt.

Übersicht:

  • Taillenbreite: 85 mm – 110 mm
  • Directional und Directional Twin Shape
  • Dynamisch auf der Piste
  • Ausreichend Auftrieb im Powder
  • Radius: 15 bis 25 Meter
  • Kraftvolle Schwünge und Stabilität bei hohen Geschwindigkeiten 

1.2 All-Mountain Profil: Camber und Rocker für Vielseitigkeit in jedem Terrain

In der All-Mountain Kategorie findest du aufgrund der großen Vielfalt von Skiern verschiedene Varianten von Camber Profilen. Am häufigsten finden sich allerdings Rocker und Nose Rocker Profile für jedes Terrain.

Ein Rocker für jedes Terrain hat oft ein Camber Profil unter dem Fuß und einen Rocker am vorderen und hinteren Ende des Skis, was eine gute Balance zwischen Grip und Auftrieb verspricht.

Für Directional Shape Skier findest du ebenfalls Rocker Profile, die allerdings den Rocker nur im vorderen Bereich haben, da diese Ski nicht dafür gedacht sind, rückwärts gefahren zu werden.

Die meisten All-Mountain Ski in unserem Sortiment haben ein wie oben beschriebenes Camber Profil, welches allerdings je nach Hersteller einen anderen Namen hat. So heißt dieses Profil bei Armada AR Nose Rocker, bei Nordica CamRock oder bei Atomic AMT Rocker. Was du vermeiden solltest, sind komplette Camber oder komplette Powder Rocker Designs. Ein Full Camber Profil nutzt man gewöhnlich für Ski, die explizit für Pisten und für den Park gebaut sind, da sie ein bissiges Ansprechverhalten für harte Pisten benötigen und sich somit weniger gut für gemischten bis weichen Schnee eignen. Powder Rockers hingegen besitzen ausgeprägte Nose und/oder Tail Rockers für genügend Auftrieb in leichtem Schnee. Mit diesem Design verlierst du allerdings an Reaktionsfreudigkeit und Performance auf der Piste aufgrund einer kürzeren effektiven Kante. Ein stärker ausgeprägter Rocker Profil wird manchmal in Zusammenhang mit einem getaperten vorderen Teil des Skis verwendet (Verjüngung des Brettes zum Ende hin), um die effektive Kante zu verkürzen und die Kontaktpunkte mit dem Schnee nach hinten zu versetzen.

Übersicht:

  • Rocker Profil für All-Mountain Ski, da es Auftrieb, Kantenhalt und Stabilität bietet
  • Nose Rocker oder All-Mountain Rocker Profil für Directional Shapes
  • Ausgeglichene Performance für weiche und harte Schneebedingungen
  • Mehr Powder Performance = mehr Rocker und/oder Taper

1.3 All-Mountain Ski erhältlich bei Blue Tomato

Dies ist eine kleine Auswahl der besten All-Mountain Ski, die wir bei Blue Tomato im Sortiment haben:

  • Line Sir Francis Bacon. Das „Do everything, go everywhere” Pro Model von der Freeskiing Legende Eric Pollard, der auch für das abgefahrene Design verantwortlich ist. Ein mittlerer Flex mit subtilem Rocker machen diese Bretter äußerst ausgeglichen, sowohl beim Vorwärts- als auch beim Rückwärtsfahren.
  • Nordica Enforcer. Ein härterer All-Mountain Ski, der durch jegliches Terrain heizt. Dieser Ski erweitert Nordicas Racing Vermächtnis, um auch im Powder und auf präparierten Pisten eine gute Figur zu machen.
  • Armada ARV 96. Es gab immer mindestens einen All-Mountain Freestyle Ski in der Armada Kollektion. Diese Tradition wird vom ARV 96 fortgesetzt, welcher spielend den gesamten Berg erobert. Die 96 mm Taillenbreite ist eine spaßige und abwechslungsreiche Shape, um deine Tricks überall auf dem Berg in den Schnee zu stylen.
  • Black Crows Camox. Black Crows Hauptsitz ist in Chamonix und sie stellen Ski her, die sowohl Powder im tiefsten Winter als auch Slush während wärmerer Frühlingstage fahren können. Der Camox mit Rockerprofil an Tip und Tail ist das perfekte Beispiel für einen abwechslungsreichen Ski aus ihrer beeindruckenden Skikollektion.

2. Freeride Ski: die Freiheit, den Berg zu bezwingen

In den letzten zehn Jahren gab es einen massiven Fortschritt beim Skidesign, was eine Revolution für Freeride Ski bedeutet hat. Diese sind extra dafür konstruiert, auf weichem Schnee zu fahren. Wenn du Locals oder Skilehrer siehst, die sehr lange, breite Bretter mit einem ausgeprägten Rocker Profil über der Schulter auf dem Weg zum Berg tragen, kannst du davon ausgehen, dass dies Freeride Ski sind. Bei Blue Tomato haben wir sowohl Directional als auch Twin Tip Freeride Ski. Was auch immer du im Pulverschnee bevorzugst, wir haben die entsprechenden Freeride Ski für dich.

Ahmet Dadali Freeride Skiing in Charmonix, Frankreich
Blue Tomato Teamfahrer Ahmet Dadali im Backcountry von Charmonix in Frankreich. Photo: Pally Learmond

2.1 Freeride Shape: breite Bretter, große Sidecuts und viel Auftrieb

Freeride Ski sind breiter als die meisten Bretter, da sie einen bestimmten Zweck erfüllen sollen. Du kannst dich für die breitesten Bretter auf dem Markt entscheiden, wenn du maximalen Auftrieb haben möchtest oder du reduzierst die Breite ein wenig, um an Vielseitigkeit der Ski zu gewinnen. Freeride Ski sind für jene Tage gebaut, nach denen wir uns die ganze Saison sehnen: wenn das komplette Skigebiet mit einer Menge leichtem Neuschnee bedeckt ist. Aber nicht nur im Neuschnee spielen Freeride Ski ihre Stärken aus, durch den Fortschritt im Skidesign fahren sie sich auch auf der präparierten Piste einwandfrei.

Freeride Ski kommen mit einer Taillenbreite von 100 mm und aufwärts, haben oft eine Tapered Form am vorderen und hinteren Ende der Ski und besitzen einen längeren Sidecut, was dir insgesamt eine größere Auflagefläche und dementsprechend mehr Auftrieb im Powder gibt. Bei einem Directional Freeride Ski ist die Bindung etwas zurückversetzt, damit das Tail leichter in den Schnee sinkt. Bei einem Twin Tip Ski befindet sich die Montagevorlage für die Bindung nicht ganz so weit zurückversetzt, um besser vorwärts und rückwärts fahren zu können. Bei Freeride Skiern geben dir Hersteller meist zwei verschiedene Möglichkeiten, die Bindungen zu montieren. Zum einen die vom Hersteller empfohlene Position und zum anderen die Position, die von Teamridern bevorzugt wird. Bei der ersten Möglichkeit wird die Montage der Bindung etwas weiter zurückversetzt empfohlen, um leichten Powder bestmöglich fahren zu können. Die zweite Einstellung, die Teamrider bevorzugen, liegt meist nicht ganz so weit zurückversetzt, um ein verspieltes Freestyle Feeling beim Fahren zu erhalten. Diese Einstellungsmöglichkeiten kann man besonders gut beim Line „Mordecai“ erkennen. Dort ist die von Line empfohlene Bindungsposition 60 mm von der Mitte zurückversetzt für absolute Powder Performance, während „Eric’s choice“ nur 20 mm zurückversetzt ist für ein gewisses Freestyle Feeling.

Bei Freeride Skiern gibt es oft Tapered Tips und Tails. Diese Bauart wird immer verbreiteter, da es die perfekte Kombination von Shape und Rocker Profil ist und breiten Skiern zu mehr Grip und Auftrieb verhilft. Bei einem Tapered Tip oder Tail rutscht der breiteste Punkt in Richtung Skimitte. Das hat verschiedene Funktionen. Zum einen verringert eine Tapered Form den Sidecut, was bedeutet, dass breitere Ski wendiger auf der Piste werden, da die Tapered Bauweise meist mit einem Rocker Profil einhergeht, wie zum Beispiel bei Armada’s EST Technologie. Ein Tapered Tail ist zum anderen leichter und besitzt weniger Material, wodurch es leichter in den Schnee einsinkt und die Tip verlässlich die Spur halten kann.

Übersicht:

  • Taillenbreite: 100 mm und mehr
  • Großer, tapered Sidecut
  • Viel Auftrieb im Powder
  • Setback der Inserts
  • Aufgrund der Breite reduzierte Dynamik auf harten Pisten

Größter Spaß im Backcountry. Foto: Tomasz Rakoczy
Größter Spaß im Backcountry. Foto: Tomasz Rakoczy

2.2. Freeride Profil: ein Rocker für mehr Auftrieb

Mit dem Vormarsch breiterer Ski hat sich auch die Rocker Technologie während der letzten zehn Jahre beachtlich weiterentwickelt. Freeride Ski werden immer einen kleinen Rocker am vorderen Ende des Skis besitzen, teilweise auch am hinteren Ende. Denn selbst der breiteste Ski hilft im leichten Tiefschnee nichts, wenn die Tip ständig im Schnee eintaucht. Rocker wurden eigentlich dafür entwickelt, dich davor zu bewahren, mit der Spitze des Skis voran in den Schnee einzutauchen. Dazu unterstützt eine nach oben gebogene Skispitze den Auftrieb. Durch diese Form musst du dich nicht allzu weit nach hinten lehnen, um die Tip in die Höhe zu bekommen und kannst in einer gut ausbalancierten Fußstellung aggressiver fahren. Darüber hinaus kann die Rocker Tip in den Schnee sinken und du hast so mehr Auflagefläche in der Front.

Die meisten Freeride Ski kommen mit einem Mix aus Rocker und Camber Profil. Das heißt, du hast einen griffigen Camber unter der Bindung und den Rocker an der Tip und/oder am Tail. Rocker sind meist auch an die Breite und Shape des Skis angepasst, um die Performance zu verbessern. Dementsprechend hat ein breiterer Ski meist auch einen ausgeprägteren Rocker und Taper. Directional Skier besitzen in der Regel einen stärker ausgeprägten Rocker an der Tip, da sie dafür gedacht sind, vorwärts gefahren zu werden. Im Gegensatz dazu hat ein Freeride Twin Tip sowohl an Tip als auch Tail einen Rocker, damit du ein größeres Freestyle Feeling bekommst. Aggressivere Freeride Ski können außerdem ein stärkeres Camber Profil unter der Bindung und einen weniger starken Rocker haben, damit sich der Grip und die Stabilität an steilen Hängen erhöht.

Übersicht:

  • Rocker Tips: Auftrieb im Powder
  • Camber/Rocker Profil: Auftrieb an der Skispitze, Grip unter der Bindung
  • Aggressiveres Freeride: stärker ausgeprägter Camber, weniger Rocker

2.3 Freeride Ski erhältlich bei Blue Tomato

Dies ist eine kleine Auswahl der besten Freeride Ski, die wir bei Blue Tomato im Sortiment haben:

  • Armada JJ 2.0. Gefahren von Pionier JP Auclair ist der JJ 2.0 ein perfekter Powderski. Mit einer breiten und dennoch wendigen Twin Tip Shape ist er auf steilen Hängen und zwischen Bäumen abseits der Piste zuhause.
  • Atomic Backland Bent Chetler. Atomic’s Backland Bent Chetler ist ein weiterer legendärer Backcountry Freestyle Ski, der mit einer HRZN Technologie daherkommt. Diese verleiht ihm ein Surf-änhliches Feeling für jede Menge Spaß im Powder. Chris Bentchetler übertrifft sich selbst jedes Mal neu mit dem außergewöhnlichem Design.
  • Rossignol Soul 7 HD. Mit diesem Ski hat Rossignol Freeride massentauglich gemacht. Ein etwas schmalerer Directional Ski, der sich in weichem Schnee brillant fährt und dennoch vielseitig genug für die präparierte Piste und leicht genug für Touren ist.
  • Line Mordecai. Ein Ski von Master Ski Designer Eric Pollard, der mehr als zehn Jahre Designerfahrung in den Mordecai gesteckt hat. Das Ergebnis ist ein ausbalancierter Freestyle Powderski, der nicht nur genial aussieht, sondern sich auch glänzend im Powder fahren lässt.